ifo kritisiert Heils Grundrenten-Pläne

Grundrente –


Das ifo Institut Niederlassung Dresden kritisiert den gegenwärtigen Plan einer Grundrente, da die wirklich Bedürftigen auch mit einer aufgestockten Renten nicht über die Grundsicherung im Alter hinauskämen und auf der anderen Seite Rentner in der Grundsicherung sogar besser dastehen könnten als ein Ruheständler nach 35 Beitragsjahren.

Altersvorsorge

Die derzeitigen Grundrenten-Pläne würden selbst gestecktes Ziel verfehlen

Für einzelne könnte sich sogar Schwarzarbeit „lohnen“

Die Grundrente werde das von der Politik selbst gesteckte Ziel verfehlen, da selbst die aufgewertete Rente die wirklich Bedürftigen nicht über das Grundsicherungsniveau im Alter hinausheben wird. Dies ergaben Berechnungen der Dresdner Niederlassung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Vielmehr zeigten die Berechnungen, „dass die wesentlichen Zuwächse bei der Rente für bedürftige Altersrentner aus dem Freibetrag resultierten“, so Marcel Thum und Joachim Ragnitz vom ifo Dresden. Der Antrag auf Grundsicherung werde dennoch erforderlich sein.

Hinzu komme, dass in bestimmten Fällen der Freibetrag im Zusammenhang mit der Grundrente zu „Transfer-Entzugsraten von über 100 Prozent“ führe. Wer nach 35 Jahren Rentenbeiträge aufgrund seiner eigenen Renten-Anwartschaften das Grundsicherungsniveau im Alter gerade überschreitet, werde schlechter dastehen, als derjenige, der in der Grundsicherung bleibt, so die Forscher und geben ein Beispiel: Wer in seinem Erwerbsleben 40 Jahre lang Beiträge zahlte und 15,2 Entgeltpunkte in der Rentenversicherung sammelte, bekomme 106 Euro und damit um über 10 Prozent weniger als ein Arbeitnehmer, der etwas geringere Beiträge leistete und auf nur 15,1 Entgeltpunkte kommt. Damit könne es sich für Einzelne sogar lohnen, einer Schwarzarbeit nachzugehen, nur um damit Entgeltpunkte zu vermeiden. Das Ziel, die sozialversicherungspflichtige Erwerbstätigkeit am unteren Ende der Einkommensskala attraktiver zu gestalten, werde damit nicht erreicht.

Wenn eine Gruppe besonders stark von Altersarmut betroffen sein wird, dann dürften es diejenigen sein, die weniger als 35 Beitragsjahre vorweisen können. Doch gemäß Bundesminister Heils (SPD) Grundrenten-Pläne hätte diese Gruppe überhaupt keinen Vorteil. Eine Rentenanhebung ohne Bedarfsprüfung werde auch die begünstigen, die anderweitig finanziell gut abgesichert sind.

Thum und Ragnitz schlagen vor, die Rentenansprüche bei Rentenbeziehern mit anderweitiger guten Absicherung nicht hoch zu setzen. Um einen Anreiz für zusätzliche Rentenansprüche durch eigene Leistung während der Erwerbs- und Beitragsphase zu schaffen, sei es besser, einen anteiligen Rentenanspruch von der Anrechnung des Anspruchs auf Grundsicherung auszuschließen.




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