Gesetzliche Rente: DGB begrüßt Stopp der Beitragssenkung

Rentenbeitragssatz 2014-


Der DGB begrüßt den Schritt der Bundesregierung, den Rentenbeitragssatz 2014 auf stabilem Niveau halten zu wollen. Eine Notwendigkeit, um die Finanzierung der künftigen Rentenentwicklung sicher zu stellen. Doch dem Einfrieren der Beitragshöhe müssten noch weitere Schritte folgen.

Rentenalter

DGB: Demografischer Wandel lässt eine Beitragsabsenkung zur Gesetzlichen nicht zu

DGB spricht sich für schrittweise Beitragsanhebung aus

Das Festhalten am derzeitigen Beitragssatz von 18,9 Prozent zur gesetzlichen Rentenversicherung sei nicht nur begrüßenswert sondern sogar notwendig, um die Rente auch in der Zukunft zu sichern. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) spricht sich für eine Stabilisierung des Rentenbeitrags aus, ermahnte aber zu weiteren erforderlichen Schritten.

Das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) in die Wege geleitete Eilverfahren, den Rentenbeitragssatz durch eine Gesetzesänderung einzufrieren, stieß auf Kritiker und Befürworter. Für eine Durchsetzung wäre der Griff in die „Trickkiste“ notwendig, um dem eigentlichen Termin für die Beitragsabsenkung zuvor zu kommen. Die derzeitige Regelung schreibt aufgrund der vollen Rentenkassen eine Reduzierung der Rentenbeiträge zum Jahreswechsel vor. Ab 2014 müsste ein neuer Rentenbeitragssatz von 18,3 Prozent gelten. Die Zeit ist mehr als knapp.

Der DGB stellt sich klar auf die Seite der Bundesarbeitsministerin. Bereits im November hielt der DGB eine Absenkung der Rentenbeiträge ab 2014 als „widersinnig“. Der Schritt der neuen Bundesregierung, die Beitragsabsenkung zu stoppen, wird von Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied, ausdrücklich begrüßt. „Beitragssatzsenkungen sind angesichts der drohenden Altersarmut unverantwortlich und müssen ein für alle Mal ein Ende haben.“

Die kommende Regierungsperiode sei entscheidend für die Entwicklung der Renten in den folgenden Jahrzehnten. Buntenbach forderte die Bundesregierung dazu auf, die Rentenbeiträge in jährlichen Schritten anzuheben, da eine demografisch bedingte Beitragssatzerhöhung in der Zukunft ohnehin notwendig sei. Durch diesen „einfachen Kniff“ könne der notwendige finanzielle Spielraum geschaffen werden. Einem weiteren Absinken des Rentenniveaus könne damit vorgebeugt werden und die schrittweise Anhebung der Beitragssätze ermöglichte die solidarische Finanzierung einer „armutsfesten Erwerbsminderungsrente sowie flexible, abgesicherte Übergänge in den Ruhestand“.

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