GDV bezeichnet Rentenkonzept als „große Enttäuschung“

Rentenversorgung-


Das ausgearbeitete Rentenkonzept sei eine große Enttäuschung. Der GDV kritisiert besonders die Regelung der Versicherungspflicht für Selbstständige und die von den Beitragszahlern nicht finanzierbaren Haltelinien für Rentenniveau und Beitragssatz.

Rentenkonzept sei nicht generationengerecht

Heisse Kartoffel
GDV hält Konzept als Auftakt für Rentenwahlkampf

Für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stellt das ausgearbeitete Rentenkonzept der Bundesregierung der Auftakt zum Rentenwahlkampf dar. Diese Konzept „ist eine große Enttäuschung und das Gegenteil einer generationengerechten Rentenpolitik“, so Alexander Erdland, Präsident des GDV.
Den Beitragszahlern drohten jetzt weitere Zusatzbelastungen in Milliardenhöhe. Dies zeigten bereits die Mütterrente im letzten Wahlkampf und die Rente mit 63. Die Gesamtkosten beliefen sich bis 2030 auf insgesamt 160 Milliarden Euro.

Die in den Vorschlägen enthaltenen verbindlichen Haltelinien beim Rentenniveau und der Beitragssatz seien „de facto“ von den Beitragszahlern nicht finanzierbar. Nun sollen die Steuerzahler für einen „Demografiezuschuss“ zur Kasse gebeten werden. Die vorgesehene Versicherungspflicht für Selbstständige habe nur vordergründig etwas mit Armutsbekämpfung zu zun. In erster Linie werde diese Verpflichtung nur eine kurzfristige Finanzierungsquelle für die Rentenversicherung darstellen. Das Gewinnen von zusätzlichen Versicherten für die umlagenfinanzierte Rentenversicherung (gesetzl. Rente) und das gleichzeitige Entziehen von der kapitalgedeckten Vorsorge (private Rente), verschlechterte die Nachhaltigkeit des gesamten Systems, so Erdland.

Vollständig im Gesamtkonzept fehlte die Weiterentwicklung der Riester-Rente. Der gedeckelte Höchstbetrag von 2.100 Euro gelte seit 2001 und nun geraten immer mehr Kunden an diese Grenze. Die Riester-Rente könne ihre vorgesehen Funktion, die offenen Rentenlücken zu schließen, nicht mehr vollständig erfüllen.


Der GDV, Vertreter bzw. Lobbyist der privaten Versicherungen, sieht offenbar einen Teil des durch Agenda 2010 zugedachten Geschäftsfeldes wegschwimmen.

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