Garantiezins-Absenkung könnte um ein Jahr verschoben werden

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Für den Garantiezins der Lebensversicherung könnte noch ein ganzes Jahr „Schonfrist“ gewährt werden, bevor die Absenkung auf 1,25% erfolgt. Im Vordergrund stehe jedoch nicht das „Wohlwollen“ für die Versicherungsnehmern, sondern eher die benötigte Zeit für die Computer-Umstellungen auf Solvency II.

Abakus

Lebensversicherung im Krisen-Modus: Die Maßnahmen werden der Reihe nach abgearbeitet

Garantiezins Absenkung: „Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben“

Die Empfehlung der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) lautete „Absenkung der Garantiezinsen auf 1,25% ab 2015“. Doch die Versicherer selbst können sich mit dem bereits für das kommende Jahr nahegelegten Schritt nicht anfreunden. Besser sei es, den Garantiezins für Lebensversicherungen erst ab 2016 zu reduzieren.

In der Regel folgten das Bundesfinanzministerium sowie die Finanzaufsicht Bafin den Vorschlägen der Versicherungsmathematiker der DAV. Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) plädiert jedoch für einen Aufschub um ein ganzes Jahr. Es brauche noch Zeit für die „technische Umstellung“. Dabei ginge es nicht um die numerische Absenkung des Garantiezinssatzes von derzeit 1,75 auf 1,25% sondern um die erforderlichen Anpassungen im Rahmen der neuen Kapitalregel Solvency II. Es brauche einfach Zeit, um die Computersysteme auf die neuen Erfordernisse umzustellen.

Die Branche der Lebensversicherer befindet sich im „Krisenmodus“. Extrem niedrige Zinsen stellen die Versicherungsgesellschaft mit dem Rücken an die Wand. „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“. So rückten wiederholt die Bewertungsreserven („stille Reserven“) der Gesellschaften in den Mittelpunkt. Mit einer Anpassung deren Regelung soll eine „überproportionale“ Ausschüttung an eine Minderheit der Versicherungsnehmer verhindert werden.

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