Donnerstag, den 20. September 2018

Frührente ohne Abzüge entwickelt sich anders als von Nahles geplant

Gesetzliche Rente


Die Frührente ohne Abzüge wird vor allem von Menschen im noch vollen Arbeitsverhältnis genutzt. Ganz im Gegensatz zu den von der ehemaligen Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) aufgestellten Thesen.

Von Frührente profitieren vor allem gesunde Arbeitnehmer

Ruhestand

Richtig so: Ruhestand solange gesund

Die von der Bundesregierung offenbar als „Wahlgeschenk“ eingeführte Rente mit 63 ohne Abzüge wurde bisher von den Ruheständlern genutzt, die zuvor noch in voller Beschäftigung standen. Rund 81 Prozent, die im Jahr 2016 in die Frührente ohne Abschläge gegangen sind, kamen direkt aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, so eine von BILD (Montagsausgabe) präsentierte Studie der Rentenversicherung. Lediglich ein fünftel der Frührentner waren vor dem Eintritt in die Frührente ohne Beschäftigung und davon galten acht Prozent als arbeitslos und bei weiteren acht Prozent handelte es sich um „andere Versicherungstatbeständen“.

Der überwiegende Wechsel aus einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in die Frührente zeige lt. Studie auf, dass von der Frühverrentung vor allem langfristig und gut integrierte Beschäftigte von der abschlagsfreien Rente profitierten. Im Jahr 2016 waren 56 Prozent der Frührentner Männer. Die durchschnittliche Rentenhöhe betrug für Männer 1.371 Euro und für Frauen 1.030 Euro.

Das ursprüngliche von der aktuellen SPD-Vorsitzenden Andrea Nahles angeführte Motiv, vor allem die langjährig erkrankten Arbeitnehmer in Frührente zu schicken, kann an der bisherigen Entwicklung nicht abgelesen werden.




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