EZB Geldpolitik nimmt Sparer & Altersvorsorge ins Risiko

Altersvorsorge Dilemma-


Die geldpolitischen Maßnahmen der EZB zielen ins Blaue und nehmen dabei die privaten Sparer voll ins Risiko. Niedrigzinsen bestrafen die Verbraucher mit dem Ziel einer gesicherten Altersvorsorge, so der GDV.

Sparquote

Niedrigzinspolitik der EZB schürt das Risiko von Altersarmut

Niedrigzinsen stellen Bürger in eine Zwickmühle

Den Sparern und ganz besonders denen, die ihr Geld für die spätere Altersversorgung langfristig auf die hohe Kante legen wollen, geht der anhaltende Niedrigzins kräftig an den Kragen. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) greift in die Vollen, ohne dabei zu wissen, ob das Ziel einer sich erholenden Wirtschaft in der Eurozone damit überhaupt erreicht werden kann. Das Industrieland Japan gibt ein gutes Beispiel ab und deshalb steht der Verlierer bereits jetzt schon fest: „Es sind die Altersvorsorgesparer, deren Anstrengungen untergraben werden“, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Wenn das durchschnittliche Zinsniveau um lediglich einen Prozentpunkt sinkt, muss der Altersvorsorge-Sparer rund 15 Prozent mehr aufwenden, um die finanzielle Versorgung stabil zu halten, stellte GDV-Präsident Alexander Erdland fest. Ausschlaggebend für das ungleiche Verhältnis sei der schrumpfende Zinseszinseffekt. Der wichtige Hebel ginge für den langfristigen Vermögensaufbau in Zeiten der Niedrigzinsen verloren.

Olaf Stotz, Professor für Asset Management an der Frankfurt School of Finance rechnete vor: Im Jahr 2007 musste ein 35-jähriger durchschnittlicher Deutscher mit einer Lebenserwartung von 79 Jahren jeden Monat 168,- Euro zur Seite legen, um seinen gewohnten Lebensstandard auch im hohen Alter halten zu können. Im vergangenen Jahr musste der gleiche Verbraucher schon 360,- Euro mtl. beiseitelegen. Seit dem Jahr 2008 sind die Kosten für die Altersvorsorge um 13,5 Prozent gestiegen. „Das ist nichts anderes als Inflation“, so Stotz.

Die Untersuchungen des Frankfurter Professors deckten ein weiteres Problem der Negativzinsen fest. Auf der einen Seite stehen die Verbraucher aufgrund der gestiegenen Altersvorsorge-Kosten vor größeren Hürden und auf der anderen Seite führten die niedrigen Kreditzinsen zu einem höheren Konsum. Die Konsum-Verführung ist der Sparmotivation entgegen gerichtet. Das sei u.a. ein Ziel der EZB. Die niedrigen Zinsen sollen durch einen gesteigerten privaten Konsum die Konjunktur ankurbeln. Die GfK stellte bei den Bundesbürgern zuletzt ein weiteres Absinkend der Sparneigung fest.

Wenn die Menschen heute nicht sparen, dann sei dies auch ein gesamtwirtschaftliches Problem, so Stotz. Wenn die Verbraucher in der Zukunft weniger konsumieren können, dann habe dies in einer alternden Gesellschaft letztlich auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaftsleistung.

Die Bürger befinden sich somit in einer scheinbar ausweglosen Zwickmühle. Das Sparen in der Gegenwart und auch in absehbarer Zukunft wird in seiner (annähernd) risikolosen Form durch Niedrigzinsen, bis hin zu Negativzinsen bestraft. Die langfristige Altersvorsorge durchlebt eine Kürzung nach der anderen. Ein echter Zugewinn (inflationsbereinigt) ist nur noch sehr schwer möglich und die ausreichende Liquidität im Alter erfordert einen für immer mehr Bürger viel zu hohen Aufwand. Wer heute gar nicht spart, ist später ausschließlich den kargen staatlichen Hilfen ausgeliefert.

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