Ein Drittel der Rentner arbeitet für Lebensunterhalt

Altersarmut-


Freude an der Arbeit, einen Extra-Wunsch erfüllen und der Kontakt mit Mitmenschen seien die hauptsächlichen Gründe dafür, dass Rentner noch einer Arbeit nachgehen, so IW Köln. „Nur“ etwas mehr als ein Drittel der Senioren gehe einer Erwerbstätigkeit nach, um den Lebensunterhalt stemmen zu können.

„Grundsicherung im Alter reicht für Grundbedürfnisse“

Ruhestand
Arbeit im hohen Alter aus 'Freude'

Mehr als 900.000 Rentner ab 65 Jahren gehen trotz Rentenbezüge noch einer Beschäftigung nach, so die aktuellen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums. Seit dem Jahr 2010 ist die Anzahl der noch erwerbstätigen Rentner um 22 Prozent angestiegen.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) will bereits festgestellt haben, dass es sich weniger um die Notwendigkeit handelte, das magere Renteneinkommen mit einem Zusatzverdienst aufzubessern, sondern um „Spaß an der Arbeit„. Nun gewinnt auch das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) von der „Arbeitswut“ der Senioren einige positive Aspekte ab.

Wenn in der Bundesrepublik rund 900.000 Rentner einem Minijob nachgehen, sollte dies nicht vorschnell als Signal für eine steigende Altersarmut gewertet werden, so der IW. Der Umstand, dass so viele ältere Menschen noch einem Erwerb nachgehen sei eigentlich positiv. Dies sei eher auf einen gesunden Arbeitsmarkt zurückzuführen.

„Viele Rentner arbeiten, weil ihnen der Job Freude bereitet“, so das Institut. Doch auch die Senioren, die aus finanziellen Gründen einer Arbeit nachgehen, müssen nicht zwangsläufig ein Fall für die Statistik über Altersarmut sein.

Vielen Senioren bereite der Job einfach Freude, sie fühlten sich noch fit und suchten den Kontakt zu den Mitmenschen. Es ginge natürlich auch um das Geld. Dennoch wäre es voreilig gleich von einem Sozialfall zu sprechen, wenn ein Rentner einer Arbeit nachgeht. Das Statistische Bundesamt (Destatis) gebe an, dass sich 55 Prozent der arbeitenden Rentner Extra-Wünsche erfüllen wollten. „Nur“ 36 Prozent meinten, das sie zum Bestreiten des Lebensunterhaltes ein zusätzliches Einkommen benötigten, „obwohl die staatliche Grundsicherung im Alter eigentlich dafür sorgt, dass die Grundbedürfnisse gedeckt werden können“, so das IW. Für 9 Prozent der arbeitenden Senioren sei das zusätzliche Geld eher unwichtig.

Die Situation im Süden der Bundesrepublik zeige, dass Minijobs dort entstehen, wo „der Arbeitsmarkt rund läuft“ und nicht dort, wo es besonders viele niedrige Einkommen gibt.


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