Die laufende Verzinsung schrumpft 2017 weiter ab

Kapitallebensversicherungen-


Die laufende Verzinsung einer klassischen Lebensversicherung wird auch im Jahr 2017 um ein weiteres Stück schrumpfen. Gleichzeitig erhöht die EZB ihre Anstrengungen, um die Inflation auf knapp 2 Prozent anzutreiben. Für die Sparer bleibt am Ende nur noch eine Mini-Rendite übrig.

Sinkende Garantiezinsen und Überschussbeteiligungen

Vorsorge
Renditen der Altersvorsorge bröckeln ab

Die Versicherungskunden einer Altersvorsorge müssen sich auch im Jahr 2017 auf bescheidenere Erträge einstellen. Die Überschussbeteiligungen und laufenden Verzinsungen werden weiter abgeschmolzen.

So haben Kunden der Axa ab dem kommenden Jahr mit einer laufenden Verzinsung von nur noch 2,9 Prozent zu rechnen. Ergo Lebensversicherungen senkt lt. Neue Westfälische die Renditen auf 2,25 Prozent und Allianz kappt die laufende Verzinsung aus Überschüssen und dem sog. Garantiezins für die herkömmlichen Altersvorsorgeprodukte auf 2,8 Prozent.

Mit dem 01. Januar 2017 sinkt der aktuelle Garantiezins von 1,25 Prozent auf nur noch 0,9 Prozent. Zusammen mit der Überschussbeteiligung ergibt sich für die Versicherungskunden einer klassischen Kapitallebensversicherung die laufende Verzinsung.

Der Garantiezins ist allerdings ab dem Vertragsabschluss über die gesamte Laufzeit gültig. So können ältere Verträge noch durchaus einen Garantiezins von 4 Prozent aufweisen. Vor allem diese hochverzinsten Altverträge bereiten den Assekuranzen die größten Probleme. Die Kapitalmärkte werfen aufgrund der anhaltenden Niedrigzins-Phase kaum noch Renditen ab und dennoch müssen die Kunden bedient werden.

Von einer Abkehr der gegenwärtigen ultralockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ist derzeit nichts in Sicht. Eher ist das Gegenteil der Fall. Die EZB weitete jüngst das Anleihe-Kaufprogramm noch etwas aus. Die Zinsen werden auf absehbare Zeit mindestens auf gleich niedrigem Niveau verbleiben.

Gleichzeitig ist die Zentralbank darin bestrebt, die Inflation in der Eurozone weiter anzuheben. Sollte das Wunschziel von knapp 2 Prozent erreicht sein, werden ggfs. auch wieder die Zinsen steigen. Bis dahin steht der Sparer vor dem Problem, dass die immer weiter absinkenden Renditen von einer ansteigenden Inflation (Geldentwertung) aufgefressen werden.

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