DGB hält Absenkung der Rentenbeiträge ab 2014 für widersinnig

Beitragssätze Rente-


Gegenteilige Forderungen zu den Beitragssätzen für die Renten ab 2014. IW Köln „erinnerte“ an die gesetzliche Bindung für die Beitragsanpassung und der DGB hält eine Absenkung der Sätze als widersinnig.

Rentenbeiträge

Die Forderungen zu Beitragsanpassungen gehen in gegensätzliche Richtungen

DGB fordert Politik zu einer raschen Grundsatzentscheidung auf

Die Diskussionen zum Renten-Beitragssatz ab 2014 können kontroverser nicht sein. Dabei steht nicht einmal die Höhe der Absenkung im Mittelpunkt der Argumente, sondern ob der Beitragssatz überhaupt angefasst werden sollte.

Die Rentenkassen sind derzeit randvoll und lt. dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) sei bereits vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, die Sätze entsprechend nach unten zu korrigieren. Eine Absenkung des Beitragssatzes ab 2014 sei deshalb ein Muss.

Völlig gegensätzlicher Ansicht ist jedoch der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Angesichts der drohenden „Welle an Altersarmut“ sei eine weitere Absenkung widersinnig. Die notwendigen Spielräume zur Stabilisierung der gesetzlichen Rente würden zunichte gemacht. Der DGB forderte die Politik dazu auf, gegen die Beitragssatz-Absenkung vorzugehen und eine Grundsatzentscheidung zu treffen.

Beitragssenkungen müssen endgültig gestoppt werden, sollte die CDU/CSU und SPD ernsthafte Absichten haben, gegen die Altersarmut vorzugehen, so der DGB. Im ersten Schritt müsse der Rentenbeitrag auf ein stabiles Niveau gehalten werden. Die künftigen zu erwartenden notwendigen Beitragsanhebungen könnten vorgezogen werden, um so eine Stabilisierung der Renten über eine „Demografie-Rücklage“ zu erreichen. Die Beiträge würden nicht höher ansteigen als ursprünglich geplant.

Sollte der Beitragssatz ab 2014 auf 18,3 Prozent abgesenkt werden, wären die Rücklagen der Rentenversicherung bereits nach wenigen Jahren aufgezehrt. Auch wenn die Rentenbeiträge daraufhin angehoben werden, sei mit einer „Ebbe“ in der Rentenkasse auf lange Sicht zu rechnen. Steigende Beiträge, fallende Rentenzahlungen und zunehmende Altersarmut seien die Folgen daraus.

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