Deutlich höhere Rentenzahlungen? Altersarmut bleibt Programm

Rentenpolitik –


Im Jahr 2019 gab es für Neu-Rentner deutlich mehr Einkommensanhebungen als ein Jahr zuvor. Allerdings wird dabei außer Acht gelassen, dass Frauen im Westen beim Eintritt in den Ruhestand „im Durchschnitt“ allesamt automatisch in die Grundsicherung fallen.

Rentensystem

Für Frauen im Westen muss Grundsicherung mickrige Rente quasi verdoppeln

In neuen Bundesländern deutlich höhere Rentenzahlungen

Den Rentnern im Bundesgebiet scheint es relativ gut zugehen, zumindest könnten dies die von BILD (Montag) veröffentlichten aktuellen Zahlen der Rentenversicherung so vermitteln. Demnach erhielten die Neurentner im Jahr 2019 eine im Durchschnitt höhere Rentenzahlung als im Jahr zuvor. Neurentner vom vergangenen Jahr haben somit jeden Monat um 81 Euro netto mehr in der Tasche als die Rentner, welche in 2018 in den Ruhestand gingen. Als überwiegender Grund für den „rasanten“ Anstieg werden die Verbesserungen der Erwerbsunfähigkeitsrente sowie der Mütterrente genannt. Dazu gab es zum 01. Juli eine Rentenanhebung um 3,18 Prozent in den alten Bundesländern und um 3,91 Prozent in den neuen Bundesländern.

Am meisten profitierten demnach die Neurentner in den neuen Bundesländern im Rahmen der abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren. Deren Rentenhöhen lagen mit 1.204 Euro im Schnitt um 81,13 Euro höher als zum Zeitpunkt 2018. Die im Rahmen der abschlagsfreien Rente höchsten Rentenzahlungen erhielten demnach mit rund 1.557 Euro pro Monat die männlichen Rentner im Westen. Für Frauen viel im Schnitt 1.144 Euro ab und somit um knapp 56,60 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Für Männer in den neuen Bundesländern fiel eine Rente in Höhe von rund 1.262 Euro ab. Ein Anstieg um 53 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Besonders deutlich waren die Anstiege im Bereich der Erwerbsunfähigkeitsrente. Nach einem Anstieg um 78,41 Euro gegenüber 2018 erhielten die Männer im Westen durchschnittlich 845 Euro. Für Männer in den neuen Bundesländern stieg die Erwerbsunfähigkeitsrente um 64,77 Euro auf 778 Euro an. Umgekehrtes Verhältnis bei den Frauen. In den neuen Bundesländern lag das Niveau bei 865 Euro (+71 Euro gegenüber 2018) und im Westen bei 761 Euro (+64,78 Euro).

Anhand der Höhe der durchschnittlichen regulären Rentenzahlung wird deutlich, dass die abschlagsfreie Rente ab 63 vor allem von Arbeitnehmern mit hohen bzw. sehr hohen Einkommen in Anspruch genommen wird. Die Regelsaltersrente lag im Jahr 2019 für Männer im Schnitt bei 745 Euro pro Monat. Immerhin um 35,59 Euro mehr als ein Jahr zuvor. In den neuen Bundesländern lag die reguläre Rentenhöhe für Männer bei 903 Euro. Noch sehr viel ausgeprägter ist der Unterschied bei den Frauen. Während im Westen die Regelsaltersrente im Schnitt bei 487 Euro lag, betrug diese in den neuen Bundesländern 863 Euro. Nimmt den Durchschnitt für die im Westen in Rente gegangenen Frauen, fielen sie allesamt aufgrund ihrer Altersarmut automatisch in die Grundsicherung.

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