Den Müttern ist ihre spätere prekäre Lage im Rentenalter bewusst

Altersarmut –


Den Müttern in der Bundesrepublik ist ihre heute teils schwierige und vor allem die spätere prekäre Lage im Rentenalter sehr bewusst. Ihre Rolle erscheint bereits heute schon bis dahin dezimiert, lediglich für den Nachwuchs weiterer Konsumenten zu sorgen, um später auf dem Abstellgleis nicht im Wege zu stehen.

Klassisches Familienbild

Das klassische Familienbild steht dem Kapital im Weg – Rückhaltlose Konsumenten erwünscht

80 Prozent der Mütter haben Angst vor Altersarmut

Frauen sind gegenüber den Männern benachteiligt, wenn es um Gehälter und insbesondere um die spätere Rente geht. Während Arbeitnehmerinnen bei der Ausübung des gleichen Berufs um rund 7 Prozent weniger Gehalt bekommen als ihre Kollegen, sieht es mit den Altersbezügen im dramatischen Ausmaß völlig anders aus. Aufgrund ihrer Auszeiten wegen Betreuung der eigenen Kinder und die meist geringfügigen Beschäftigungen werden die Rentenhöhen entsprechend mager ausfallen. In diesem Zusammenhang liegt der Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern bei rund 21 Prozent und diese Größe hat die SPD beim Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 freudig aufgegriffen, aber völlig verzerrt dargestellt. Man wollte den Wähler für dumm verkaufen. Der grandiose Schiffbruch dieser Partei war nur logische Konsequenz.

Den Müttern im Bundesgebiet ist ihre heutige und auch spätere Rolle als Rentnerinnen wohl durchaus bewusst. Eine Tatsache, die von den etablierten Parteien und deren verantwortlichen Mitgliedern scheinbar ebenso ignoriert wird, wie die wirklichen Sorgen und Ängste der Bevölkerung. Eine von Canada Life in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass vier und fünf Müttern Angst davor haben, im Rentenalter ins Hintertreffen zu geraten.

Mehr als 75 Prozent der befragten Müttern gingen einer Beschäftigung nach, aber dennoch zeigten 80 Prozent der Befragten Sorgen über die Situation im Alter aufgrund der aktuellen Erziehungszeiten und bzw. oder der ausgeübten Teilzeitarbeit. Mehr als die Hälfte geht dieser Teilzeitarbeit trotz Erziehungszeit gerade wegen der in Aussicht stehenden prekären Lage im Rentenalter. Heute Mutter und später als Oma verarmt. Die Altersarmut ist eigentlich vorprogrammiert, denn bereits heute erhält jede dritte Rentnerin weniger als 500 Euro gesetzliche Rente.

Mehr als die Hälfte der befragten Mütter leben ohne Partnerschaft. Die anderen planen ihre Altersvorsorge zusammen mit ihrem Partner. Davon ergreifen weniger als 25 Prozent für die Vorsorge die Eigeninitiative und 6 Prozent setzen im Bezug zur Altersvorsorge vollkommen auf ihren Partner.

Knapp 70 Prozent der alleinstehenden Mütter haben keinerlei Maßnahmen für die Altersvorsorge getroffen.

Für Altersvorsorge stehen schlicht keine Mittel zur Verfügung

Da es sich mit Canada Life um ein Versicherungskonzern handelt, liegt auch das gezeigte Interesse an einer evtl. vorhandenen privaten Altersvorsorge nahe. Eine Strategie für ein ertragreiches Geschäft, wenn man die Mütter nur zum Abschluss einer Altersvorsorge motivieren könnte, dürfte aber nicht aufgehen. Wie auch und mit was? Der wohl größte Anteil der Mütter, die sich ihrer späteren Lage im Rentenalter sehr bewusst sind, würde die Initiative für eine Altersvorsorge ergreifen wollen. Dazu fehlt es aber ganz simpel am erforderlichen Geld. Hartz-IV lässt keinerlei Mittel für eine Rentenversicherung übrig und wer vorab für den Aufbau einer Rücklage fähig war, muss diese Reserven nach Abrutschen ins Hartz-IV-System erst abtragen, bevor überhaupt ein Anspruch auf Leistungen besteht. Und wehe man Arbeitet Teilzeit als Kellnerin und erhält Trinkgeld. Wird von Hartz-IV abgezogen.

Geringe Löhne in Teilzeitbeschäftigung und Auszeit wegen Kinderbetreuung resultieren in eine mickrige Rente. Bleiben ein paar Kröten für die Altersvorsorge übrig, dann werden Rentenleistungen und Zahlungen aus der Privatvorsorge dennoch kaum das Grundsicherungs-Niveau erreichen. In einem solchen Fall werden die Leistungen aus der privaten Altersvorsorge komplett angerechnet. Unterm Strich umsonst angespart. Fällt das Renteneinkommen ausgiebig aus, greift eben der Fiskus aufgrund der nachgelagerten Besteuerung ungefragt zu. Dabei wurden die Beitrage für die Privatvorsorge aus dem „Netto-Einkommen“ geleistet und somit bereits versteuert.

Familie muss weichen für einen Konsumenten Einheitsbrei

Frauen leisten mit Kinderbetreuung zwar einen unschätzbar hohen Beitrag für die Gesellschaft, aber dies wird letztendlich nur soweit anerkannt, wie das verfügbare Geld möglichst umfangreich für den Konsum Verwendung findet. Von Honorierung erst gar nicht zu sprechen.

Die Begriffe Familie und Familienzusammengehörigkeit stehen ohnehin auf der Liste des Auszumerzenden. Im Rentenalter haben sie die Aufgabe, möglichst weitere umsatzfreudige Konsumenten heranzuziehen, längst hinter sich gelassen und müssen nun zusehen, wie sie mit den kargen Rentenbezügen irgendwie klarkommen. Abstellgleis, fertig.


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