CSU-Chef: Hälfte aller Rentner wird ein Sozialhilfefall

Gescheiterte Altersvorsorge-

Die gesetzliche Rente wird die Hälfte aller Rentner in ein Sozialhilfefall enden lassen. CSU-Chef Horst Seehofer kritisiert die im Jahr 2001 durchgeführte Rentenreform und erklärte das Riester-Modell als gescheitert.

Hunger

Trotz lebenslanger Arbeit wird die Hälfte der Rentner zum Sozialfall.

Rentenkürzungen trieben Arbeitnehmer in Riester-Rente

Kaum rücken die nächsten wichtigen Wahlen näher, ziehen die Politiker auch schon neue Saiten auf. Nach jahrelangem Gestammel und Herumgerede um den heißen Brei, spricht ein führender Politiker erstmals Klartext zur Situation rund um die gesetzliche Rente und das „private Gegenstück“ Riester.

Horst Seehofer, CSU-Chef, rechnet mit rund der Hälfte der Bevölkerung, die aufgrund des im vergangenen Jahrzehnts abgesenkten Rentenniveaus in der Sozialhilfe landen werden. Die Riester-Rente erklärte der CSU-Politiker als gescheitert, wie Welt online (Freitag) berichtete. Bei der Reform 2001 wurde für einen Großteil der Bevölkerung die gesetzliche Rente gekürzt. Gleichzeitig sprang Walter Riester (SPD) ein, um die nun herbeigeführte Rentenlücke mit einer neuartigen privaten Rentenversicherung zu schließen. Die Riester-Rente startete im Jahr 2002.

Die damalige rot-grüne (sozialschwache) Bundesregierung beließ es allerdings nicht mit den umfangreichen Rentenkürzungen und dem angehobenen Rentenalter, sondern legte noch einen „großen Steinwurf“ mit der Liberalisierung des Arbeitsmarktes hin. Die Ära des Niedriglohnsektors und der Zeitarbeit begann. Niedrigverdiener sind allerdings kaum in der Lage, sich eine zusätzliche private Rente zu leisten. Erst der im Jahr 2015 eingeführte Mindestlohn entschärfte die Lage ein wenig, brachte den Niedriglöhnern allerdings auch nicht den „Luxus“ ein, sich ein Riester-Modell oder eine andere Altersvorsorge zulegen zu können. Im Jahr 2015 waren rund 5 Millionen Arbeitnehmer im Mindestlohnbereich.

Das Riester-Modell wird zwar staatlich gefördert, hat aber das „kleine aber feine Problem“, dass Rentenbezüge aus Riester bei Anspruch auf Grundsicherung voll angerechnet wird. Erreichen die gesetzliche Rente plus Riester-Rente im Ruhestand nicht das Grundsicherungs-Niveau, springen die Sozialkassen ein und stocken auf. Verfügt der sozialhilfeberechtigte Rentner über kein privates Renteneinkommen, dann fällt der Beitrag für die Grundsicherung entsprechend höher aus. Wer „riestert“ und später nicht über Sozialhilfe-Niveau hinauskommt, war faktisch „der Dumme“.

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