Bundesbank plädiert für Renteneintritt mit 69

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Die Deutsche Bundesbank meldet sich zum Thema Rente zu Wort und hält eine Anpassung bei der Rente als unvermeidlich. Natürlich handelt es sich um Kürzungen und längere Arbeitszeiten aufgrund der demografischen Entwicklung.

Bundesbank plädiert für höheres Renteneintrittsalter mit 69 Jahren

BRD-Raubzug
Rentensystem: Länger arbeiten, dann weniger Geld

Das umlagenfinanzierte Rentensystem stosse an seine Grenzen, da die Geburtenraten sinken und die Lebenserwartung steige. Es komme zu erheblichen Finanzierungsproblemen, so die Bundesbank am Montag. Derzeitiges Ziel sei es, das Renteneintrittsalter bis 2030 von 65 auf 67 Jahre sowie den Beitragssatz anzuheben und das Rentenniveau auf 43 Prozent abzusenken. Damit sollte die finanzielle Nachhaltigkeit der Rentenversicherung abgesichert werden. Dies reiche aber nicht aus. Die Bundesbank hält eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters auch nach 2030 für „sinnvoll“.

Ein Tabu für eine noch längere Lebensarbeitszeit dürfe es nicht geben. Vielmehr müsse der spätere Renteneintritt als ein „wesentlicher Faktor mitberücksichtigt werden“ so die Bundesbank. Basis für die Einführung der privaten Rentenversicherung Riester zur Deckung des sinkenden Versorgungsniveaus seien Berechnungen der Bundesregierung bis zum Jahr 2030 gewesen. Die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) könne aber aufgrund der demografischen Entwicklung noch mehr unter Druck geraten als zuvor.

„Die nur bis zum Jahr 2030 reichenden offiziellen Vorausberechnungen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei der Rentenversicherung perspektivisch Anpassungen unvermeidlich sind, um die Tragfähigkeit sicherzustellen“, so die Bundesbank.

Verlängerte Lebensarbeitszeit ist „Favorit“

Die Rentenversicherung könne lt. Bundesbank durch drei wesentliche Größen stabilisiert werden. Dazu zählte ein angehobener Beitragssatz, ein niedrigeres Versorgungsniveau und ein höhere Renteneintrittsalter.

Eine steigende Abgabenlast berge allerdings die Gefahr, dass dies negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben werde, so die Bundesbank-Ökonomen. Derzeit beträgt der Renten-Beitragssatz 18,7 Prozent. Bis zum Jahr 2060 sehe die aktuelle rechtliche Lage einen Beitragssatz von rund 24 Prozent bis zum Jahr 2060 vor. Der demografische Wandel wirke sich zusätzlich auf die Abgabenhöhen in den Bereichen Krankenversicherung, der Pflegeversicherung und auf die Haushalte der Gebietskörperschaften aus.

Im Jahr 1960 betrug der Zeitraum des Rentenbezugs nach einem Renteneintritt mit 65 Jahren bei durchschnittlich 13,5 Jahre. Im Jahr 2011 betrug die Rentenbezugsdauer schon durchschnittlich 19 Jahre. Der Zeitraum des Rentenbezugs werde wegen der steigenden Lebenserwartung weiter zunehmen. Mit der Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre im Jahr 2030 sei schon eine hohes Niveau der Stabilisierung erreicht. Eine anhaltende Stabilisierung der gesetzlichen Rente könne mit einem Eintrittsalter von 69 Jahre bis 2060 erreicht werden.


Auch die Bundesbank ignoriert bei ihrer Darstellung des „demografischen Problems“ und die Auswirkungen auf das Rentensystem die bisherige Entwicklung bei der Produktivität der Arbeitnehmer.


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