Auswirkung kapitalgedeckte Altersvorsorge: Rentner verarmen zusehends

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Die verheerenden Auswirkungen einer kapitalgedeckten Altersvorsorge spiegeln sich in der fatalen Situation der älteren Langzeitarbeitslosen und Rentner wider. Trotz Wirtschaftsaufschwung verarmen in Deutschland die Menschen über 55 Jahre zusehends.

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Aufschwung geht an älteren Menschen spurlos vorbei

Der Unterschied zwischen der geltenden kapitalgedeckten und einer möglichen umlagenfinanzierten Altersversorgung geht immer deutlicher hervor. Während die Umlagenfinanzierung eine Teilhabe der Rentenbezieher am Wirtschaftswachstum zuließe, resultiert die Kapitaldeckung in eine immer größer werdende Altersarmut.

Die Bundesregierung jubelt über sinkende Arbeitslosenzahlen (obsolet durch Flüchtlings-Situation) und steigende Beschäftigtenzahlen. Die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) habe ganze Arbeit geleistet. Die ehemaligen Arbeitnehmer „am Rande“ verarmen jedoch zusehends.

Immer mehr ältere Menschen sind ohne Beschäftigung und haben Anspruch auf die Sozialhilfeleistung Hartz IV. In den Jahren 2010 bis 2014 ist die Anzahl der Hartz-IV-Bezieher im Alter von 55 Jahren mit 24 Prozent auf 318.000 Menschen um fast ein Viertel angestiegen, so die von RP-Online (Sonntag) dargelegten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Die stellvertretende Chefin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, fragte bei der BA nach.

Aus der offiziellen Statistik der Arbeitslosen fallen jedoch alle Sozialhilfeempfänger (Hartz IV) im Alter von über 58 Jahre, denen mindestens ein Jahr lang keine Beschäftigung angeboten wurde, automatisch raus. Sie gelten nicht mehr als arbeitslos. Es handelt sich um rund 163.000 Menschen.

Vorprogrammierte Verarmung der älteren Menschen in Deutschland

So stellte Zimmermann fest, dass ältere Arbeitnehmer und ältere Erwerbslose die „großen Verlierer am Arbeitsmarkt“ seien. Die Konjunktur erfuhr einen Aufschwung, aber an den älteren Langzeiterwerbslosen ging dieser Trend spurlos vorbei. Die Situation habe sich für diese Gruppe nicht verbessert, „sondern weiter verschlechtert“, so die Fraktionssprecherin.

Die deutliche Zunahme der Altersarmut sei vorprogrammiert. Viele Betroffene hatten gar keine Möglichkeit, ihre Rentenansprüche auf ein Niveau zu heben, das über dem des Hartz-IV liegt. Am Ende bleibt nur noch die Grundsicherung („Rentner-Sozialhilfe“).

Den Unterschied zwischen einer kapitalgedeckten und umlagenfinanzierten Rente legte Prof. Dr. Gerd Bosbach eindrucksvoll offen.



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