Armutsgefährdung Rentner viel höher – Trick mit Pensionären

Altersarmut –


Die Armutsgefährdungsquote bei Rentner ist höher als bisher dargestellt. Der Einbezug von Pensionären in die Gruppe der Rentner drückt die Quote wie gewünscht nach unten.

Rentner-Verarmung

Armutsgefährdungsquote Rentner: 19,5% – Pensionäre: 0,9 %

Tricksereien bei Statistiken für geschönte Ergebnisse

Wer in der Bundesrepublik über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt, gilt als „armutsgefährdet“. Im Jahr 2017 galten 16 Prozent der „Rentner und Pensionäre“ als armutsgefährdet. Ein Anteil, der über das tatsächliche Ausmaß der Betroffenen hinwegtäusche, da die enthaltenen Pensionäre den statistischen Wert nach unten drücken. Der rentenpolitische Sprecher der Linken-Bundestagsfraktion Matthias Birkwald und Statistik-Professor Gerd Bosbach gaben gemeinsam eine Auswertung des Mikrozensus in Auftrag. Daraus gehe hervor, dass die Armutsgefährdungsquote von Menschen in Rentnerhaushalten höher sei, als die bisherigen Statistiken vermuten ließen, wie die Süddeutsche Zeitung (Donnerstag) berichtet.

Bisher sei die Armutsgefährdungsquote noch nicht ausschließlich auf Rentnerhaushalte ausgewiesen worden, sondern stets in Verbindung mit Pensionären. Da diese jedoch durchschnittlich über höhere Alterseinkünfte verfügten, werde die allgemeine Quote nach unten gedrückt. Linken-Politiker Birkwald forderte daher eine separate Auswertung für Pensionäre und Rentner an. Bei getrennter Betrachtung waren demnach im Jahr 2017 19,5 Prozent der Rentnerhaushalte armutsgefährdet. Bei Haushalten mit Pensionären lag die Quote dagegen nur bei 0,9 Prozent.

Dies müsse Konsequenzen haben. Um dem Unterschied zwischen den Beamtenpensionen und gesetzlichen Renten zu begegnen, gebe es nur die Lösung einer gemeinsamen Erwerbstätigenversicherung nach dem Vorbild Österreichs, so Birkwald zur SZ. Dort zahlten Beamte, Selbstständige, Freiberufler und auch Politiker gemeinsam ein.




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