Arbeitnehmer von heute stehen als Rentner vor einem Scherbenhaufen

Rente – Update: 17.04.16-


Die Arbeitnehmer von heute werden beim Eintritt in das Rentenalter vor einem Scherbenhaufen stehen. Die Leistungskürzungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist vorprogrammiert und die anhaltenden Niedrigzinsen stellen zahlreiche Menschen vor großen finanziellen Herausforderungen.

Ruhestand

Den Rentnern von morgen und übermorgen droht ein finanzielles Fiakso

Die betriebliche Altersvorsorge müsse mehr gefördert werden

Wer heute in Rente geht, kommt in der Regel noch mit „einem blauen Auge“ davon. Die Generation mit Renteneintritt ab 2030 ist schon deutlich schlechter aufgestellt und wer gerade am Start seines Berufsalltags steht, muss zusehen, wie er irgendwie über die Runden kommt.

Die Anhebung des Renteneintrittalters auf 67 Jahre, diskutiert werden bereits 69 Jahre, sowie die Kürzung der Rentenhöhe auf weniger als 45 Prozent des letzten Einkommens, stellt den Part der gesetzlichen Rentenversicherung dar. Anhaltende Niedrigzinsen und schrumpfende Renditen repräsentieren die private Altersvorsorge. Den Arbeitnehmern bliebe nichts anderes übrig, als die Beiträge für die Privatvorsorge deutlich anzuheben, oder in eine Anlagenklasse mit höheren Renditechancen zu wechseln.

Andreas Wimmer, Vorstandsmitglied der Allianz Lebensversicherung nannte im Gespräch mit Handelsblatt (Montagsausgabe) eine Faustformel: „Zwei Prozentpunkte geringere Rendite bedeuten bei einem heute 30-Jährigen, dass er rund 50 Prozent mehr zurücklegen muss.“ Alarmierende Zahlen.

Die Allianz reagierte bereits auf das anhaltend niedrige Zinsniveau und den veränderten Anforderungen. Die Aktienanteile sind auf zehn Prozent aufgestockt worden. Der Durchschnitt des Branchensektors liegt bei rund vier Prozent.

Der Versicherungskonzern unterstützt das Vorantreiben der Bundesregierung, der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) über die Tarifparteien ein höheres Gewicht zu verleihen. Wichtig sei es, den Niedrigverdienern höhere Anreize zu schaffen. Die Allianz schlägt dazu vor, die derzeit von Steuern und Sozialabgaben befreite Beitragsgrenze von 4.900 Euro um 1.800 Euro zu erweitern. Das schaffe auch für die Mittelstandsunternehmen Erleichterungen und fördere deren Engagement, die bAV für die Arbeitnehmer umzusetzen.



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