Arbeitgeber-Lobby schießt gegen Rentenpläne der Bundesregierung

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Die oberste Arbeitgeber-Lobby schießt scharf gegen das von der Bundesregierung geplante Rentenpaket. Die BDA bezeichnet die Gesetzesvorlage als ungerecht und zu teuer.

Rentner Verarmung

Arbeitgeber-Lobby zielt gegen Leistungsverbesserungen für Rentner

Zweistellige Milliardenbeträge zusätzlich für Rentenzahlungen

Am Montag ist die Anhörung des Bundestages zum aktuellen Vorschlag der Bundesregierung über ein modifiziertes Rentenpaket geplant. Der Donnerstag ist für die entsprechende Abstimmung einberäumt. Im Vorfeld schoß nun die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) scharfe Kritik gegen die Rentepläne der Bundesregierung. Der Gesetzesvorschlag sei „teuer, ungerecht und kurzsichtig“, so die BDA, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben) berichten. Die Lobby-Vereinigung sieht in den vorgeschlagenen Rentengesetzen weitere hohe Zusatzbelastungen. Die Finanzierbarkeit der Rente würde damit nur erschwert werden. Die BDA spricht von Mehrausgaben im Bereich von über 75 Milliarden Euro für die gesetzliche Rentenversicherung.

Frühere Gesetze würden ihr Ziel nicht mehr erreichen, da die neuen Rentenpläne zu teuer seien. So könne das Festhalten am Rentenbeitrag bei maximal 22 Przent bis zum Jahr 2030 nicht mehr funktionieren. Sollte die Konjunktur wieder abflauen, sei auch die Zusage, das Rentenniveau bis 2025 bei 48 Prozent zu halten, nur mit zusätzlichen zweistelligen Milliardenbeträgen umzusetzen.

„Rentner haben ausgedient und dürfen nichts mehr kosten“

Wenn für die produktiven Arbeitnehmer mehr herausspringen soll als ein paar Krümel für ihre über Jahrzehnte vollrichtete Arbeit, dann gehen Arbeitgeberverbände wie gewohnt auf die Barrikaden. Das gilt insbesondere dann, wenn die einst produktiven Menschen in Rente geschickt werden. Für die Arbeitgeber-Lobbys ein unproduktives Abstellgleis, welches keiner weiteren Zuwendung bedarf. Sollen es doch die bezahlen, die es ohnehin schon gewohnt sind, ihre Arbeitskraft den steigenden Steuerabgaben zu widmen. Sei es für die Finanzierung höherer Renten, oder für die Grundsicherung. Hauptsache die Konzerne können ihre Gewinne ungebremst einfahren.

Somit ist der Schuss vor dem Bug, kurz vor der Anhörung im Bundestag nur konsequent, denn keinesfalls darf der Arbeitnehmer von der steigenen Produktivität etwas abgekommen und schon gar nicht später als nur zum Konsumieren brauchbarer Rentner.


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