Altersvorsorge an den Börsen? Volles Risiko anhand Corona sichtbar

Rentenversorgung? –


Die Stimmen für mehr Beteiligung an den Börsen im Rahmen der zusätzlichen Altersvorsorge sind bereits vor gut einem Jahr lauter erhoben worden. Eine Art „notwendige“ Teilnahme an den Handelsplätzen würde jedoch nur das Werk vollenden, welches von den verantwortlichen Politikern begonnen wurde.

Renteneinzahlung

Altersvorsorge: Zusätzliche Rentenversorgung an der fremdgesteuerten Börse?

Altersvorsorge wäre an Börse auf Gedeih und Verderb ausgeliefert

Die private Rentenversicherung solle einen Schwerpunkt im Aktienmarkt suchen. Die Arbeitnehmer müssten verstärkt an den Börsen aktiv werden, so die Vorstellung des Berufs-Lobbyisten Friedrich Merz (CDU). Die gesetzliche Rentenversicherung werde ihrer Aufgabe nicht gerecht und daher sei ein Börsengang für die spätere Rentenversorgung unabdinglich.

Natürlich zeigt der u.a. auch zum Thema Altersversorgung gern gezeigte allgemeine Anstieg der Börsenwerte vielversprechende Renditen. Allerdings umfasst der präsentierte Zeitraum in der Regel mehrere Jahrzehnte und geht sogar zurück um über 100 Jahre. Der Start einer Geldanlage an den Börsen z.B. im Jahr 1950 für eine Rentenversorgung ab dem Jahr 2020 kommt nur in den „seltensten Fällen“ vor. Interessanter wäre deshalb der Blick auf den Zeitraum innerhalb einer realen Phase des Aufbaus einer Altersversorgung. In diesen Zeiträumen sehen die Entwicklungen gänzlich durchwachsen aus. So müsste eine im Jahr 2007 gestartete Anlage erst das tiefe Tal in den „Krisenjahren“ 2008 und 2009 überwinden, um wenigstens wieder auf den Stand der Investitionen zu kommen.

Dass die Börsenwerte einen Rekord-Höchststand nach den anderen aufstellen, können potenzielle Anleger regelmäßig vernehmen. Aber warum diese Entwicklung in der Diskrepanz zur konjunkturellen Entwicklung steht, vermag wohl niemand zu erklären. Die offizielle Verlautbarung ist immer noch, dass der Börsen“wert“ den Wert des Unternehmens abbildet. Somit müssten die Firmenwerte in den vergangenen Jahren beständig angestiegen sein, trotz Konjunkturflaute und rapide ansteigenden Schulden? Der wahre Grund liegt auf der Hand. Die Notenbanken, allen voran Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) pumpten die Märkte mit aus dem Nichts geschaffenen Billionen-Beträgen voll. „Einfach so“ und in Rahmen von Anleihekäufen. Ausgegebene Anteilsscheine der Firmen sind damit die „neuen“ Schulden der Unternehmen. Bei Fälligkeit muss gezahlt werden und damit dies auch einigermaßen klappt, muss das Zinsniveau auf Null, Minus und baldigst noch weiter abgesenkt werden. Die Börsen“werte“ sind lediglich das Resultat einer Geldschwemme im immensen Umfang.

Wie schnell so ein „Wert“ an den Börsen auch kippen kann, zeigt aktuell die Furcht vor dem Corona-Virus. Am Montag startete z.B. der DAX mit einem Abschlag von knapp 3 Prozent gegenüber dem Stand vom Freitagabend. Schuld daran sei der nun in Europa etablierte Virus mit seinem Anfang in Italien. Nicht unmittelbar die weitere Verbreitung des Virus sei ausschlaggebend, sondern sekundär die möglichen Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Derartige Modelle für die künftige Altersversorgung erscheinen hier als eher ungeeignet. Die gesetzliche Rentenversicherung samt Generationsvertrag wurden bereits der privaten Wirtschaft entgegenkommend von den verantwortlichen Politikern annähernd geschreddert. Das private Vermögen (insgesamt) erscheint jedoch noch als zu hoch, um dies den Haushalten überlassen zu können. Im Visier steht dabei der sog. Mittelstand. Eine Zwangsteilnahme an den Börsen im Rahmen einer notwendigen zusätzlichen Rentenversorgung könnte hier locker Hand anlegen.

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