Altersvorsorge: LV-Kunden als Spielball der Politik und Verbände

Verbraucherverunsicherung-


Die Verbraucher sind wiederholt der Spielball der Meinungs- und Interessensgruppen zur privaten Altersvorsorge. Während sich die Fachkreise und Politik darüber „streiten“, ob die Sicherheit von Lebensversicherungen nun unangetastet oder gefährdet sei, wird der Policen-Inhaber zusehends unruhiger und womöglich zu voreiligen Entschlüssen bewegt.

Lebensversicherungen gefährdet oder sicher?

LV-Kündigung
LV-Kündigung durch Verunsicherung
Bild: Sascha Hübers / pixelio.de

Inhaber einer Lebensversicherung befinden sich „in der Schwebe“, anders ausgedrückt, sie verlieren immer mehr an Bodenhaftung von ihrem einstig gefestigten Standpunkt, egal ob nun die privat abgeschlossene Altersvorsorge noch als sicher wie eine Trutzburg bezeichnet wird, oder als löchrige Nussschale auf offener See. Die Unsicherheit über die Zukunft der Versicherungspolice wächst an.

Die Insider-Experten streiten sich über Situationen „neuer Herausforderungen“ und „dem totalen Untergang“. Dem Verbraucher wird dadurch nicht weiter geholfen, im Gegenteil, die ansteigende Verunsicherung über die noch tatsächlichen oder prognostizierten Sicherheiten seiner langjährigen und „teuren“ Police könnten zu Handlungen verleiten, die mehr Schaden als Nutzen anrichten könnten.

Die Sicht von ernsthaften Schwierigkeiten
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sieht für die Branche bereits ab 2018 ernsthafte Probleme zukommen, wenn die gegenwärtige Kapitalmarktsituation bis dahin keine Besserung erfährt. Das niedrige Zins-Niveau würde die Versicherer vor das Problem stellen, wenigstens noch die hohen Garantiezinsen von Altverträgen bedienen zu können, geschweige noch mit Überschüssen „zu glänzen“. Zumindest ginge die Bundesregierung lt. Focus Online (09.11.12) von einem „schwächsten Fünftel“ der Gesellschaften aus, die letztendlich aufgrund der Niedrigverzinsungen von Staatsanleihen in einen erheblichen Risikobereich schlittern würden.

Wie „Öl ins Feuer“ wirken dann auch Medienberichte über angebliche Praktiken, in denen die ersten Gesellschaften ihren Kunden einen internen Vertragswechsel mit nachteiligen Konditionen anböten.

Einseitige Darstellung von Negativ-Merkmalen
Unumstritten ist der für Versicherungsgesellschaften etwas eng gesetzte Spielraum, die Kundenbeiträge in den Kapitalmärkten lukrativ zu investieren. „Sicherheit vor Erträge“ lautet die Devise und aus diesem Grund sind die Anbieter dazu verpflichtet als besonders sicher geltende Anlagen wie Bundesanleihen zu wählen. Über viele Jahre hinweg ein durchaus praktikabler Weg, der allerdings mit dem Einsetzen der Staatsschuldenkrise offensichtlich zu einer Falle geworden ist. Die Renditen der Staatspapiere rentieren derzeit historisch gering. Die Altbestände werden nacheinander ablaufen und die Gesellschaften sind gezwungen sich innerhalb ihres gesteckten Rahmens neu zu orientieren.

Dennoch wird der mögliche Spielraum der Versicherer meist unterschätzt. Denn neben Bundesanleihen stehen u.a. die Staatspapiere anderer Länder sowie Unternehmensanleihen zur Wahl, um die Sicherheitskriterien zu erfüllen und dennoch vernünftige Renditen erwirtschaften zu können.

Gegensäztliche Ansichten von Befürwortern eine privaten LV
Der Schub erneuter Negativberichte über die Lebensversicherungsbranche rief wiederholt den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auf den Plan, der umgehend manche aufgestellte Thesen zu den Lebensversicherungs-Risiken ins rechte Licht zu setzen versuchte. Für den Verband gilt die Lebensversicherung zur Altersvorsorge nach wie vor als sicher.

Die Hilflosigkeit zum Rententhema – Keine Stütze für Verbraucher

Die Versicherungskunden stehen genau zwischen den Lagern von „Pro & Contra Lebensversicherungen“ und haben inzwischen Nackenschmerzen aufgrund des ständigen Wechsels zwischen Warnungen und Beteuerungen.

Aussagen und vermeintliche Fakten der Bundesregierung werden nicht mehr als selbstverständlich gegebene Tatsachen hingenommen und Darstellungen von Versicherungsverbänden scheinen ebenfalls einseitig gewichtet zu sein.

Fakt ist: „Nichts ist wirklich absolut sicher“ und je mehr über die Altersvorsorge kontrovers diskutiert wird, desto mehr Verunsicherung breitet sich beim Verbraucher aus.

Das „Glanzstück“ der Zusatzrente hat sich von selbst erledigt. Zu unrealistisch waren die Bedingungen, um jemals in den Genuss von wenigen Euro mehr zur gesetzlichen Rente zu kommen. Zumindest spricht das politische Looping nicht für eine ausgesprochene Souveränität der Bundesregierung, das bereits schon bestehende Rentenproblem mit geeigneten Mitteln anzugehen.

Auch bei Geldbedarf nicht übereilt reagieren

Zu einer sicheren Prognose über die zukünftige Entwicklung der gesetzlichen wie auch privater Rentenversicherung wird es kaum kommen können. Die Branche der Lebensversicherer hängt zu sehr in Abhängigkeit der unübersichtlichen Marktentwicklungen. Darüber hinaus stehen die Staats- und Bankenschulden an oberster Priorität jeglicher Hilfs- und Rettungsmaßnahmen. Die Versicherungsbranche, am „Rande der Erwägungen“, wird in Mitleidenschaft gezogen und kann nur reagieren.

Dem Versicherungsnehmer bleibt nichts anderes übrig, als den weiteren Verlauf zu beobachten und ggfs. einen Zeitpunkt abzuwarten, in der eine klarere Sicht als heute möglich ist.

Dennoch wird nach wie vor davon abgeraten, „panisch“ zu reagieren und womöglich langjährige Altverträge von heute auf morgen zu kündigen. Der Gedanke einer Policenkündigung wird meist noch dadurch bestärkt, wenn es einen finanziellen Engpass zu überbrücken gilt.

So weist auch lifeFinance, der Spezialist für den sog. Versicherungszweitmarkt, darauf hin, dass eine vorzeitige Kündigung der Versicherungspolice stets einen „horrenden Verlust“ nach sich zieht. Vorübergehender Geldbedarf müsse nicht durch die Kündigung einer Versicherungspolice überbrückt werden, sondern kann über den durchaus eleganteren Weg einer Beleihung gelöst werden.

Der aktuelle Rückkaufwert bietet die Grundlage für den möglichen Finanzierungsspielraum bei einer Policenbeleihung. Wie bei einem gewöhnlichen Kredit werden zwar Zinsen fällig, aber dafür bleiben die bei Ablauf vertraglich festgelegten Schlussüberschüsse bestehen. Diese würden bei einer Kündigung ersatzlos verloren gehen und die hoch gepriesenen Renditen der Rentenversicherung von immer noch weit über 4% beziehen zur Darstellung stets den Schlussüberschuß mit ein.

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