Altersvorsorge: GDV bestätigt Sicherheit der Lebensversicherungen

Altersvorsorge in Krisenzeiten-


Die wechselhaften Berichte über die Sicherheiten der Lebensversicherungen stiften gerade in der schwierigen Zeit nur noch mehr Verunsicherungen bei den Verbrauchern. Von „Zahlungsschwierigkeiten bei den Garantiezinsen“, bis hin zur „Pleite“ aufgrund der Niedrigzinsen in den Märkten, wurden bereits zahlreiche hypothetische Endszenarien der Lebensversicherungsbranche durchgespielt. Der GDV hält dagegen und kommt nach wie vor zum Ergebnis, dass deutsche Lebensversicherungen sicher sind.

„Halbwahrheiten, Unwahrheiten, Fehleinschätzungen“

RV Krisenfestigkeit
GDV gibt Krisen Entwarnung
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Im „Gerangel“ um Darstellungen, Wahrheiten und Halbwahrheiten zur deutschen Lebensversicherung spielt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) den Ball mit der Erklärung vom 08.11.12 an die Medien zurück.

Der GDV will zum Thema Sicherheit der Lebensversicherungen zahlreiche Fakten festgestellt haben, die in Diskrepanz zu manchen Berichterstattungen der Medien stehen. Es träfe zwar zu, dass die Lebensversicherer aufgrund der beständigen Niedrigzins-Situation vor großen Herausforderungen stünden, aber dennoch kein Grund für einen Alarm bestehe.

So hielt der Gesamtverband fest, dass die Meldungen über eine ansteigende Anzahl von Lebensversicherer, die den Garantiezins nicht mehr erbringen könnten, falsch seien. Es gäbe auch keine Hinweise auf bei der Finanzaufsicht BaFin eingegangenen Anträgen einzelner Unternehmen, die eine temporäre Aussetzung der garantierten Zinszahlungen an ihre Kunden beantragt hätten.

Die deutschen Versicherungsunternehmen wären auf die Herausforderungen der noch andauernden Niedrigzinsen vorbereitet. Die Ratingagentur Fitch bestätigte erst vor einem Monat den „stabilen“ Ausblick für die Versicherungswirtschaft. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch die BaFin. Diese bestätigte jüngst die Fähigkeit der Lebensversicherer, ihre Verpflichtungen auch noch „etliche Jahre“ trotz eines extrem niedrigen Zins-Niveaus erfüllen zu können.

Es gäbe auch keinerlei Strategien von Versicherungsunternehmen, die Bestandskunden mit Altverträgen und höherer Verzinsung zu einem Wechsel in geringer verzinsten Policen zu bewegen.

Zur Behauptung, einzelnen Versicherer könnten bereits ab 2018 die finanziellen Mittel ausgehen, um neben den Verpflichtungen dem Kunden gegenüber gleichzeitig die vorgeschriebenen Eigenkapitalforderungen aufrecht erhalten zu können, beruhe auf eine hypothetische Sichtweise. Die Versicherer und auch die BaFin würden die hypothetischen Szenarien in regelmäßigen Berechnungen durchführen. So würden Risiken rechtzeitig erkannt und frühzeitig gegengesteuert werden können. Die Risikotragfähigkeit der deutschen Lebensversicherer sei darüber hinaus durch das vom Finanzausschuss beschlossene Maßnahmenpaket gestärkt worden. Dazu gehörte auch die Korrektur von aufsichtsrechtlichen Vorschriften, die eine Krisenverschärfung herbeigeführt haben könnten.

In den vergangenen Jahren hätte der GDV wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass die Niedrigzinspolitik das Ziel verfolge, Banken und Staaten zu stützen, aber letztendlich zur anwachsenden Belastung für Altersvorsorgesparern werde. Die Lebensversicherer seien ebenso davon betroffen wie die betriebliche Altersversorgung (bAV), die beruflichen Versorgungwerke und alle weiteren Sparer.

Der Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, erwähnte, dass Pensionsfonds und Versicherungen wieder „angemessene Zinserträge“ erzielen können sollen. Da sich die private Altersvorsorge auf Dauer lohnen soll, begrüßte der GDV einen Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik.

In den vergangenen fünf Jahren hätten die deutschen Lebensversicherer die Folgen der Staatsschulden- und Bankenkrise gut für ihre Kunden abfedern können. Ermöglicht hätte dies die langfristige Strategie einer Kapitallebensversicherung ebenso wie das professionelle Risikomanagement. Die Lebensversicherungen könnten ihren Kunden immer noch attraktive knappe 4% anbieten. Im Gegensatz dazu verloren z.B. Festgeldzins erheblich an ihren Wert und würden im Schnitt weniger als 2% abwerfen können.

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