Montag, den 18. Juni 2018

Zahl Insolvenzanträge ging im 1. Quartal 2018 zurück

Konjunktur


In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 ging die Zahl der angemeldeten Insolvenzen von Firmen, ehemals Selbstständigen und Privatpersonen erneut zurück.

Baubranche mit den meisten Insolvenzanmeldungen

Gerichtsurteil

Gerichte meldeten weniger Insolvenzverfahren

Die Zahl der in die Insolvenz abgerutschten Unternehmen im Bundesgebiet ist im ersten Quartal 2018 erneut gesunken. In den ersten drei Monaten des Jahres meldeten lt. Destatis 5.020 Unternehmen Insolvenz an. Das waren 3,0 Prozent weniger als im gleichen Quartal ein Jahr zuvor. Der Trend der abnehmenden Zahl von Insolvenzanträgen setzte sich somit fort. Der letzte Anstieg von Firmenpleiten innerhalb eines Quartal wurde in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 (+6,7 % gegenüber Quartal 1 im Jahr 2009) festgestellt.

Die größte Anzahl von Unternehmensinsolvenzen innerhalb des ersten Quartal 2018 zählte Destatis in der Baubranche. Angesichts des nach wie vor anhaltenden Booms in dieser Sparte eine Überraschung. Zwischen Januar und Ende März 2018 meldeten 902 Baufirmen Insolvenz an. In der Sparte Handel gingen 883 Unternehmen Insolvenz an. Im Bereich des Gastgewerbes gingen 572 Unternehmen Pleite und in der Sparte wissenschaftliche und technische Dienstleistungen traf es 511 Firmen.

Die von den Gläubigern geforderte Summe belief sich im ersten Quartal 2018 auf ca. 7,8 Milliarden Euro. Ein Zuwachs um 2,7 Milliarden Euro gegenüber dem ersten Quartal 2017. Im Jahr 2015 mussten die Gläubiger auf rund 98 Prozent ihrer Forderungen verzichten.

Im ersten Quartal 2018 ging auch die Zahl der privaten Insolvenzen sowie die Insolvenzanträge von ehemals Selbstständigen zurück. Die Zahl der „übrigen Schuldner“ belief sich bis Ende März 2018 bei 23.044 Personen, ein Rückgang um 5,4 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal im Vorjahr.




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