Montag, den 15. Oktober 2018

Wirtschaftsministerium schätzt Wachstum 2019 neu ein

Konjunktur


Das Bundeswirtschaftsministerium schätzt das Wachstum für das laufende und kommende Jahr neu ein. Trotz der Rückschläge bei den eigenen Prognosen zeigt sich Wirtschaftsminister Altmaier optimistisch.

Wachstumsprognose „insgeheim“ nach unten korrigiert

Wachstum

Konjunktur noch in Aufwärtsfahrt?

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zeigt sich optimistisch zur Entwicklung der kommenden Konjunktur. Mit dem laufenden Jahr 2018 rechnet das Ministerium mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,8 Prozent (preisbereinigt) und auch das nächste Jahr werde voraussichtlich mit einem Plus von 1,8 Prozent abschließen. Auch die Beschäftigungszahl befinde sich nach wie vor auf einem aufsteigenen Ast, so das BMWi am Donnerstag. Die Beschäftigtenzahl werde Ende 2019 bei rund 45 Millionen Menschen liegen.

Dies sei nun die längste Aufschwungphase seit 1966 und der Aufschwung gehe inzwischen ins zehnte Jahr, so die viel versprechende Einleitung zur Prognose. Doch die optimistisch klingende Überschrift täuscht darüber hinweg, dass die Erwartungen zum kommenden Wachstum gegenüber dem Standpunkt zum Frühjahr dieses Jahres weitaus höher lagen. Das Ministerium schätzte das Plus zum BIP für 2018 ursprünglich auf 2,3 Prozent und für 2019 auf 2,1 Prozent ein.

Dennoch lässt sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) nicht beirren. „Die Arbeitslosigkeit sinkt auf ein neues Rekordtief. Steigende Löhne und Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger sorgen dafür, dass die Einkommen spürbar zulegen“, so Altmaier. Allerdings hat die seit Mai bei mindestens 2 Prozent liegende jährliche Inflation die bisherigen Anhebungen der Tariflöhne schon geschluckt. Zwar will die Europäische Zentralbank (EZB) das Anleihekaufprogramm zum Ende 2018 beenden, aber die Nierigzinsen mindestens bis Ende Sommer 2019 beibehalten. Die lockere Geldpolitik könnte die Inflationsrate somit weiter einheizen.




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