Donnerstag, den 20. September 2018

Wirtschaftskraft in EU von gesunkener Produktion ausgebremst

Konjunktur


Die Wirtschaftkraft im Euroraum sowie in der EU hat im zweiten Quartal 2018 immerhin jeweils um 0,4 Prozent zugelegt. Ein Plus, dessen Nachhaltigkeit aufgrund der gesunkenen industriellen Produktion in Frage gestellt werden kann.

Starker Rückgang bei Investitionsgütern

Wachstum

Mit +0,4% in EU eher magerer Wachstum

Innerhalb der Eurozone sowie in der EU legte die Wirtschaftskraft im zweiten Quartal 2018 jeweils um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag meldete. Auf Jahressicht wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in beiden Wirtschaftszonen um je 2,2 Prozent. Das Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik betrug im gleichen Zeitraum 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, bzw. um 2,3 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal.

Ob es sich angesichts der Entwicklung im industriellen Bereich um ein nachhaltiges Wachstum handelt, wird sich voraussichtlich im nächsten Quartal herausstellen. Im Juni 2018 schrumpfte die industrielle Produktion gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent in der Eurozone und um 0,4 Prozent in der EU. Auf Jahressicht legte die Produktion in der Eurozone um 2,5 Prozent und in der EU um 2,6 Prozent zu.

Der Rückgang der industriellen Produktion ist vor allem dem Minus um 2,9 Prozent bei Investitionsgütern geschuldet, so Eurostat. Verbrauchsgüter gingen um 0,6 Prozent, Vorleistungsgüter um 0,5 Prozent und Konsumgüter um 0,4 Prozent zurück. Der Anteil Energie legte im gleichen Zeitraum um 0,5 Prozent zu.




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