Donnerstag, den 20. September 2018

Wiederholt „überraschend“ starker Anstieg Inflationsrate Juli 2018

Konjunktur


Die jährliche Inflationsraten in der EU sowie in der Eurozone stiegen im Juli 2018 wiederholt deutlich an. Griechenland wies mit 0,8 Prozent die niedrigste Teuerungsrate auf.

Inflationsrate wiederholt „überraschend“ angestiegen

Sparschweinchen

Entwertung Sparvermögen weitet sich aus

Die Teuerungsrate in der Eurozone ist im Juli 2018 abermals „unerwartet“ stark angestiegen. Im Wirtschaftsgebiet des Euros kletterte die jährliche Inflation im Juli auf 2,1 Prozent, wie die Statistikeinrichtung Eurostat am Freitag mitteilte. In der EU lag die Inflationsrate bei 2,2 Prozent. Im gleichen Monat vergangenen Jahres betrug die Inflationsrate in der Eurozone 1,3 Prozent und in der EU 1,5 Prozent.

Damit erhöhte sich im Juli 2018 die Inflationsrate in der Eurozone zum vierten Mal in Folge. Im April 2018 waren die durchschnittlichen Preise um 1,3 Prozent, im Mai um 1,9 Prozent und im Juni um 2,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Am deutlichsten stiegen auch im Juli 2018 die Preise für Energie. In der Eurzone lagen die Energiekosten auf Jahressicht um kräftige 9,5 Prozent (8,0 % im Juni) höher. Nahrungsmittel, Tabak und Alkohol kosteten um 2,5 Prozent (2,4 % im Juni) mehr als ein Jahr zuvor. Für Dienstleistungen wurden 1,4 Prozent (1,3 % im Juni) mehr bezahlt.

Rumänien führt im Juli 2018 die Liste mit einer Inflationsrate von 4,3 Prozent an, gefolgt von Bulgarien (3,6 %) und Ungarn (3,4 %). Griechenland (0,8 %), Dänemark (0,9 %) und Irland (1,0 %) hatten die niedrigsten Inflationsraten. In der Bundesrepublik lag die Rate bei 2,1 Prozent (korrigiert nach 2,0 %) und somit genau im Schnitt der Eurozone.

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird voraussichtlich das umstrittene Anleihekaufprogramm zum Jahresende auslaufen lassen. Am gegenwärtigen Zinsniveau will EZB-Chef Mario Draghi mit Stand der letzten EZB-Ratssitzung allerdings bis mindestens Sommer 2019 festhalten.




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