Umfrage: Lieber „wertkonservativ“ statt „rechtslastig“

Umfrage –


Eine Umfrage, dessen Ergebnisse wohl mit Samthandschuhen angefasst wurden. Aus den Themen Familie, Multikulturalismus und Patriotismus wurde der Begriff „Wertkonservativ“ geformt.

Zopf

Ist ein Zopf „wertkonservativ“ oder „rechts“? Weiß es Antonio-Amadeu-Stiftung?

Die Verbindung mit „Rechtslastigkeit“ wurde vornehm vermieden

Inzwischen ist die Veröffentlichung von Umfrageergebnissen mit den Fragen rund um Familie, Multikulturalismus und Patriotismus im Bundesgebiet eine politische Gradwanderung. Offenbar war das Ergebnis dann doch zu gewichtig, um es lieber realitätsnah „wertkonservativ“ zu bezeichnen anstatt dogmatisch als „rechtslastig“. Denn mehr als Drittel der von INSA befragten Bundesbewohner sind lt. Focus „wertkonservativ“ (4,2 %) bzw. „eher wertkonservativ“ (32,8 %). Gleich ein Drittel der Bevölkerung in die rechte Ecke zu stellen, wagten wohl weder Statistiker noch die Medien.

Lediglich 16 Prozent der Befragten seien entweder weniger oder gar nicht wertkonservativ. Immerhin vertreten 47,1 Prozent der Bundesbewohner eine „ausgeglichene Position“ – was auch immer dies bedeuten mag.

Ausgeprägt viele wertkonservative Menschen seien in den Reihen der AfD-Sympathisanten zu finden. Die Konzentration von Wertkonservativen betrage in diesem Lager 82 Prozent, während die gleichen Werte in den Reihen der CDU mit einer Dichte von 42,8 Prozent vorzufinden seien. Eine weitere zu hohe Hürde, um „wertkonservativ“ als „braunlastig“ zu verschreien.

Schon aus dem Bauchgefühl heraus war zu erwarten, dass bei den Grünen mit 14,4 Prozent die wenigsten Wertkonservativen vorzufinden seien. Bei der Linken tummeln sich demnach 23,1 Prozent, bei der SPD 28,1 Prozent und bei der FDP 36,2 Prozent Wertkonservative.

Eine jüngst durchgeführte Bertelsmann-Studie will herausgefunden haben, dass die CDU (mit knapp 43 % Wertkonservativen) zur Rückgewinnung von Wählern besser fahren würde, wenn sie sich an den Grünen (mit 14 % Wertkonservativen) orientiert, anstatt an der AfD (mit 82 % Wertkonservativen). Die Bertelsmann-Experten wollen erkannt haben, dass die Grünen auf die Wähler viel sympathischer wirkten als die AfD.

Was sagen die kontroversen „Studien“ aus? Ein Drittel der Bundesbewohner sind aufgrund ihrer wertkonservativen Einstellung unsympathisch, da sie eher mit AfD und Union statt mit den Grünen kompatibel sind.

Unterm Strich blieb es aber dabei. Derlei Studien – vor allem aus dem Haus Bertelsmann – dienen zur Lenkung und nicht zur Erfassung.


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