Mittwoch, den 14. November 2018

Sozialer Abbau von SPD & Union trägt weitere Früchte

Bundespolitik


Der u.a. von der SPD vorangetriebene und von der Union voll unterstütze massive soziale Abbau trägt weitere Früchte. Rund 15,5 Millionen Menschen waren im Jahr 2017 „armutsgefährdet“ und über 5,75 Millionen Menschen waren nicht mehr in der Lage, sich jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit zu leisten.

Notgroschen

Für Millionen zu wenig zum Leben – „Deutschland geht es gut“

Arbeitslosigkeit ist fast Garant für Armut

Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung hat, oder von erheblichen materiellen Entbehrungen betroffen ist, gilt als „Armutsgefährdet“. Das trifft auch zu, wenn der Haushalt eine sehr geringe Erwerbsbeteiligung aufweist. Ab welcher Quote die tatsächliche „Armut“ beginnt, ist jedoch nicht derart scharf definiert. Zumindest betraf es im Bundesgebiet im Jahr 2017 rund 15,5 Millionen Menschen, die an bzw. unter der Armutsschwelle leben. Diese Zahlen wurden am Mittwoch von Destatis präsentiert. Damit gilt fast ein fünftel (19 %) aller Bundesbewohner als „Armutsgefährdet“.

Ein kleiner Trost: Der Anteil der von der Armut „gefährdeten“ Menschen lag in der EU durchschnittlich bei 22,5 Prozent. Und. Die Quote ist seit der Erhebung im Jahr 2016 im Bundesgebiet um 0,7 Punkte und in der EU um 1 Punkt gesunken.

Der Unterschied von 3,5 Prozentpunkten zum EU-Durchschnitt unterstreicht offenbar die Aussage der (Noch-) Kanzlerin Merkel, dass es Deutschland gut ginge und sie wolle, dass dies so bleibe.

Alleinstehende mit einem Haushaltseinkommen von 1.097 Euro im Jahr 2017 fallen nicht in die Statistik. Wer um 1 Euro weniger zur Verfügung hatte, gilt als „Armutsgefährdet“.

Bei der Höhe des Haushaltseinkommens ist die Schwelle zur „Armutsgefährdung“ klar definiert. Die „erhebliche materielle Entbehrung“ erfordert bereits das Gegenrechnen der monatlichen Fixkosten. Dazu zählen vor allem die Miete, laufende Kredite und Heizung, Strom oder Gas. Sollte das Einkommen für die laufenden Belastungen nicht ausreichen, greift die „Armutsgefährdung“ ebenfalls. In diese Kategorie fielen im letzten Jahr 3,4 Prozent der Bundesbewohner.

Viele Menschen in einem Haushalt, aber nur einer ist erwerbstätig. Die Quote der Erwerbsbteiligten ist somit gering. Die Statistiker zählen allerdings nur Menschen, die erwerbsfähig und im Alter zwischen 19 und 59 Jahren sind sowie weniger als 20 Prozent ihres jährlichen Einkommens durch eigene Erwerbstätigkeit erzielen. Im Jahr 2017 waren im Bundesgebiet davon 8,7 Prozent der Menschen betroffen (2016: 9,6 %).

Wer arbeitslos wird hat „sehr gute Chancen“, in die Armut abzurutschen. Im vergangenen Jahr waren 30 Prozent der Erwerbslosen nicht mehr in der Lage, sich wenigstens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten zu können. Der gleichen Situation waren 7,1 Prozent (ca. 5,75 Millionen Menschen) der gesamten Bevölkerung ausgesetzt.

Die These des SPD-Politikers Franz Müntefering im Jahr 2006, „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“, anlässlich der „Optimierung von SGB II“, war offenbar Programmteil des massiven sozialen Abbaus (Agenda 2010) durch die von den Grünen begleiteten Sozialdemokraten im vorletzten Jahrzehnt.



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