Sozialabgaben: Geringverdiener sollen ab 2019 entlastet werden

Arbeitsmarkt-


Beschäftigte mit geringem Einkommen sollen nach Vorstellung des Bundesarbeitsministers durch die Anhebung der Schwelle für volle Sozialbeiträge ab 2019 entlastet werden.

Anhebung der Schwelle beträfe auch Arbeitgeber

Geldbeutel
Entlastung nur für Geringverdiener?

Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil von der SPD versucht mit der Willensbekundung, die Rentenbeiträge vor allem für Geringverdiener abzusenken, für Stimmung zu sorgen. „Geringverdiener müssen mehr Geld in der Tasche haben“, so Heil zur BILD (Mittwochsausgabe).

Eine Steuerreform würde nach Ansicht des Ministers nicht helfen, da die Geringverdiener „ohnehin wenig oder gar keine Steuern zahlen“. Die Erleichterung für Geringverdiener soll demnach mit der Anhebung der Schwelle für die vollen Rentenbeiträge umgesetzt werden. Bisher müssen Arbeitnehmer ab ein monatliches Einkommen von 850 Euro die vollen Sozialabgaben bezahlen. Diese Schwelle will Heil auf 1.300 Euro anheben. Die späteren Rentenzahlungen sollen nicht gekürzt werden. Die Entlastung für Geringverdiener könne bereits ab dem 01. Januar 2019 gelten.

Von der Regelung sollen voraussichtlich ca. fünf Millionen Beschäftigte im Bereich des Niedrigeinkommens profitieren. Die Anhebung der Einkommensschwelle für volle Sozialbeiträge sei nicht nur „sozial gerecht, sondern auch gut angelegtes Geld“, so der SPD-Politiker.


Die Anhebung der Schwelle für volle Sozialabgaben beträfe neben den Rentenbeiträgen auch die Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung. Damit würden auch die an den Sozialbeiträgen anteilig beteiligten Arbeitgeber entlastet werden. An diesem Punkt dürfte auch die wahre Motivation für derlei „Wohltaten“ liegen.


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