Donnerstag, den 19. Juli 2018

Öffentliche Schulden: Im 1. Quartal 2018 erneut Schuldenabbau gelungen

Haushalt


Den Gemeinden, Ländern und dem Bund gelang im ersten Quartal 2018 erneut ein Abbau des Schuldenbergs. Bis Ende März waren die Steuerzahler um 2 Prozent weniger verschuldet als ein Jahr zuvor.

Hamburg und Saarlands Gemeinden bildeten Ausnahmen

Schuldenberg

Weniger Schulden nach 1. Quartal 2018

Die Öffentlichen Schulden von Bund, Länder und Gemeinden sind im ersten Quartal 2018 wiederholt abgetragen worden. Der Abstand zur vermeintlich „psychologisch wichtigen“ Marke von 2 Billionen Euro ist größer geworden.

Ende März 2018 betrugen die gesamten Öffentlichen Schulden 1.948,7 Milliarden Euro, so die vorläufgen Zahlen von Destatis am Dienstag. Gegenüber dem Vorjahresquartal ein Rückgang um 2 Prozent. Gegenüber dem letzten Quartal 2017 ging der Schuldenstand um 0,9 Prozent zurück. Im gleichen Quartal vor 3 Jahren stiegen die Öffentlichen Schulden auf Jahressicht noch an.

Der Bund reduzierte die Schulden in den ersten drei Monaten im Jahr 2018 um 12,4 Milliarden Euro bzw. um 1,0 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal. Weitaus deutlicher gelang der Schuldenabbau den Ländern. Auf dieser Ebene sank der Schuldenberg um 24,1 Milliarden Euro auf 578,4 Milliarden Euro bzw. um -4,0 Prozent. Hamburg bildete dagegen eine Ausnahme. Der Schuldenstand der Hansestadt kletterte aufgrund der Verbindlichkeiten zugunsten der HSH Nordbank um 1,6 Prozent nach oben.

Die Kommunen (Gemeinden und Gemeindeverbände) bauten ihren Schuldenstand im ersten Quartal 2018 um 2,5 Prozent bzw. um -3,6 Milliarden Euro auf 137,5 Milliarden Euro ab. Lediglich die Gemeinden im Saarland bauten ihren angehäuften Schuldenberg um 0,3 Prozent aus.

Weniger Schulden verzeichnete Ende März 2018 auch die Sozialversicherung. Zum Abschluss des ersten Quartals lagen die Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Vorjahres-Quartal um 2,0 Prozent bzw. 9 Millionen Euro niedriger. Die Sozialversicherung stand zum Stichtag somit einem Schuldenberg von 432 Millionen Euro gegenüber.




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