Niedergang für CDU und SPD bei Hessen-Wahl

Landtagswahl Hessen-


Die Hessen-Wahl stellt für die etablierten Parteien CDU und SPD ein ähnlicher Niedergang dar wie zuvor in Bayern. Beide „Volksparteien“ verloren jeweils zweistellig.

Unzufriedenheit

Ergebnis der Hessen-Wahl spiegelt deutlich Wählerunzufriedenheit wider

In Hessen größter Zugewinn für die AfD

Deutliche Resultate bei der Hessen-Wahl. Die CDU und SPD wurden von den aktiven Wahlberechtigten gemaßregelt. Beide „Volksparteien“ verloren jeweils 2-stellig. Somit kommt die CDU nach Hochrechnungen (kurz vor Mitternacht) auf nur noch 26,9 Prozent. Das Minus gegenüber der vorangegangen Hessen-Wahl beträgt satte -11,4 Prozentpunkte. Die SPD kommt nach einem Rückschlag von -10,6 Prozentpunkte mit 20,1 Prozent gerade mal auf ein Fünftel der abgegebenen Stimmen.

Die Grünen holten auch wie in Bayern deutlich auf. Das Plus bei den abgegebenen Stimmen beträgt 8,5 Punkte und damit liegt die von ‎Kai Klose‎ und Angela Dorn geführte Partei mit 19,6 Prozent nur sehr knapp hinter der SPD.

Die Linken konnten einen Punkt dazugewinnen und haben lt. Hochrechnungen 6,2 Prozent der Stimmen erhalten. Deutlich holte die FDP mit einem Plus von 2,7 Punkten auf. Mit 7,7 Prozent sind auch die Liberalen sicher im Landtag Hessens vertreten. Den Sprung in den Landtag schaffte auch die AfD mit 13,2 Prozent der Wählerstimmen. 9,1 Punkte plus stellen auch den höchsten Zugewinn in dieser Landtagswahl dar. Die sonstigen Parteien kommen auf 6,3 Prozent.

Die Wähler waren zu dieser Hessen-Wahl etwas weniger aktiv als vor fünf Jahren. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,6 Prozent (2013: 73,2 %).

Somit ist die „insgeheime stärkste“ Kraft das Lager der Nichtwähler, mit einer „Nicht-Wahl-Beteiligung“ von 32,4 Prozent. Ein knappes Drittel wählte weder die CDU, die SPD, die AfD, die Grünen oder sonstige Parteien. Bei Einbezug der nicht aktiven Wahlberechtigten haben die CDU nur rund 18 Prozent und die SPD lediglich rund 13 Prozent Zustimmung erhalten.

Mit den herben Rückschlägen in der Hessen-Wahl und zuvor in Bayern wird nun auch die Luft für die Große Koalition in Berlin immer dünner.


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