Mehr als 1 Mio. Kinder erhalten Hilfen für Schulmaterial


Der Beginn eines neuen Schuljahres bedeutet automatisch eine finanzielle Mehrbelastung für die Eltern der Schulkinder. Inzwischen erhalten mehr als ein Millionen Kinder Unterstützung durch Sozialleistungen.

Zahl hilfsbedürftiger Schulkinder steigt weiter an

Ausbildung
Kosten für Schulmaterial belasten Familien

Mit dem Start eines jeden neuen Schuljahres kommen die ABC-Schützen in den ersten Tagen mit einer langen Liste für benötigtes Schulmaterial nachhause. Diese von den Schulen verordnete Einkaufsliste stellt immer mehr Eltern vor ihre finanziellen Grenzen. Inzwischen benötigen bereits mehr als eine Millionen Jungen und Mädchen finanzielle Hilfe, um die „Wunschliste“ der Schulen erfüllen zu können.

Zum neuen Schuljahr 2018/2019 erhielten rund 5.000 mehr Schüler Leistungen nach dem Bildungs- und Teilhabepaket als ein Jahr zuvor, wie die Passauer Neue Presse unter Berufung der Antwort der Bundesregierung nach einer Anfrage der Linken-Fraktion berichtete. Vor zwei Jahren lag die Anzahl um rund 46.000 Schüler niedrgier.

Für Haushalte in Hartz-IV-Abhängigkeit wird pro Jahr pauschal eine Hilfe von 100 Euro für Schulfbedarf gewährt. Davon werden zum Schulanfang 70 Euro ausgezahlt.

Das Bundesland mit den meisten hilfebedürftigen Kindern ist Nordrhein-Westfalen mit rund 300.000 Schülern, gefolgt von Niedersachsen (117.000), Berlin (98.000), Baden-Württemberg (89.000) und Bayern (80.000).

Der pauschale Betrag in Höhe von 100 Euro wurde bereits vor zehn Jahren festgelegt. Für die Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Familie Sabine Zimmermann (Linke) ist diese Pauschale zu gering, um die tatsächlichen Kosten für den Schulbedarf decken zu können. Nach derzeitiger Rechtslage könne man von einer Chancengleichheit für Kinder aus ärmeren Familien nicht reden.


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