Samstag, den 7. Juli 2018

Italiens Banken kippen der Reihe nach um

Eurokrise


Zwei weitere Großbanken stellten in Italien einen Antrag auf finanzielle Hilfen. Das Regelwerk zu Bail-In ist somit endgültig zu einem reinen Papiertiger degradiert worden. Private Unternehmen werden wider aller selbst aufgestellten Statuten aus Steuermitteln finanziert.

Italiens Banken brechen der Reihe nach ein

Italien

Verfahren Bankenrettungen gegen die Regeln

Das zu Beginn 2016 eingeführte „verbindliche“ Bail-In Verfahren bei der Abwicklung von in Konkurs geschlitterten privaten Kreditinstituten dürfte bereits beim ersten Fall endgültig ad absurdum geführt worden sein. Italiens Großbanken stehen schon seit geraumer Zeit vor dem Abgrund, allen voran das Traditionshaus Monte dei Paschi de Siena. Für diese Bank richtete Italiens Regierung ein aus Steuermitteln finanzierten Hilfsfond mit einem Volumen von bis zu 20 Milliarden Euro ein. Die EU segnete den Rückfall in das eigentlich untersagte Bail-Out Verfahren ab.

„Vorbildlich“, denn mit Veneto Banca und Banca Popolare die Vicenza folgten nun die nächsten zwei Geldhäuser, die bei der Steuergelder verwaltenden Regierung in Rom finanzielle Hilfen beantragten.

Die Rettung privater Unternehmen innerhalb der EU und der Eurozone mithilfe der Gelder von Steuerzahlern geht somit wider aller selbst aufgestellten Regeln seinen üblichen Weg.




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