Geplündertes Griechenland gilt nun als gerettet

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Nach knapp 290 Milliarden Euro Krediten und einer fast Endlosverlängerung der Tilgungszeit gilt Griechenland nun offiziell als „gerettet“.

Gerettet in einer mieseren Position

Griechenlandkrise
Fortgesetzte Plünderung Griechenlands

Griechenland könne nun nach rund acht Jahren „Hilfsaktionen“ den Rettungschirm verlassen. Die letzte Tranche des dritten „Hilfspakets“ wurde im vergangenen Juni ausgezahlt und nun könne das Euro-Mitgliedsland nach dem Erhalt von insg. 289 Milliarden Euro auf eigenen Beinen stehen.

Die Wirtschaftsleistung Griechenlands rutschte von rund 330 Milliarden US-Dollar im Jahr 2009 auf knapp 195 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016 ab. Griechenlands Schuldenquote lag im Jahr 2009 bei rund 127 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 12,1 Prozent im Jahr 2010 auf 28 Prozent im Jahr 2013 und lag zuletzt im Jahr 2017 bei 20,8 Prozent. Im Laufe der Rettungsmaßnahmen erhöhte sich die Quote bis zum Jahr 2014 auf knapp 180 Prozent. Die Erfolgsgeschichte der „Rettung“ liegt wohl daran, die Schuldenquote in den vergangenen vier Jahren auf diesem Stand gehalten zu haben.

Nachdem die Arbeitnehmer in Griechenland auf ein Großteil ihrer Gehälter und die Älteren auf Rentenanteile verzichten müssen und das „Tafelsilber“ des Landes verramscht wurde, bleiben den übrig gebliebenen in Arbeit stehenden Griechen „nur“ noch die Aufgabe, bis zum Jahr 2022 einen primären Haushaltsüberschuss von 3,5 Prozent zu erreichen. Diese Wirtschaftsleistung enthält jedoch noch nicht den Anteil der als Hilfsgelder deklarierten Kredite inkl. Zinsen. Die Rechnung der „Griechenland-Retter“ geht über die nächsten Jahrzehnte. Im Raum steht eine Kalkulation bis zum Jahr 2060 mit einem Primärüberschuss von 2,2 Prozent.

Unterm Strich stehen die Menschen im Land und Griechenlands Wirtschaftsdaten mit Abstand schlechter da als noch vor einigen Jahren. Ein Erfolgsrezept für die gründliche Plünderung der Menschen in einem Land.


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