Montag, den 15. Oktober 2018

Forschungsinstitute sehen steigende Risiken für Konjunktur Euroraum

Konjunktur


Mit ifo, Istat und KOF sehen drei Forschungsinstitute gebremstes Wachstum und steigende Risiken auf die Wirtschaftsentwicklung in der Eurzone zukommen.

Risiken steigen an – Wachstum bremst ab

Hellseherei

Prognosen bei angenommenen Fixwerten

Fortgesetzter, aber ausgebremstes Wachstum bei gleichzeitig ansteigenden Risiken für die Konjunktur. So beschreiben die Forschungsinstitute ifo (München), Istat (Rom) und KOF (Zürich) ihren aktuellen Blick auf die Entwicklung der Wirtschaft innerhalb des Euroraums.

Voraussichtlich werde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den zweiten und dritten Quartalen 2018 bei 0,4 Prozent und im vierten Quartal bei 0,5 Prozent liegen. Die jährliche Wachstumsrate betrage für das Jahr 2018 demnach 2,1 Prozent.

Die nach wie vor niedrigen Zinsen sorgten demnach für einen weiteren Antrieb in der Sparte Investitionen in Ausrüstungen und Bauten um je 0,5 Prozent im zweiten sowie dritten Quartal und um 0,6 Prozent im letzten Quartal des Jahres. Die privaten Haushalte weren ihren Konsum in jedem Quartal um je 0,3 Prozent steigern.

Höhere Energiepreise sorgten anfänglich für eine ansteigende Inflation von 1,7 Prozent im zweiten Quartal auf 2,0 Prozent im dritten Quartal. Zum Ende des Jahres wird die Inflation demnach wieder auf 1,7 Prozent absinken. Die jährliche Inflationsrate beträgt voraussichtlich 1,7 Prozent.

Politische Spannungen im Euroraum und der sich ausweitende Protektionismus sorgten für dominante konjunkturelle Abwärtsrisiken. Die Fortsetzung des Aufschwungs sei dadurch gefährdet.

Die von den Forschungsinstituten aufgestellten Prognosen basieren auf einen angenommenen Ölpreis von 75 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Brent (Nordsee-Öl) und einem Eurokurs von 1,17 US-Dollar.


Mit den für Wirtschaftsprognosen aus fixierten Ölpreis und Eurokurs bestehenden Fundament sind die aufgestellten Weitsichten bereits wieder überholt.




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