Mittwoch, den 14. November 2018

Eine Mehrheit befürwortet freien Handel & Globalisierung

Freihandel


Die Angst vor TTIP, CETA und Co. hat offenbar nachgelassen. Eine Allensbach-Umfrage will ergeben haben, dass sich eine überwiegende Mehrheit für den freien Handel ausspricht.

TTIP

Mehrheit sieht demnach Vorteile durch Freihandel und Globalisierung

41 % fürchten Verlust der kulturellen Identität

Eine klare Mehrheit der Bundesbewohner spricht sich für freien Handel aus. Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach ergab, dass 82 Prozent der Befragten für Freihandel bzw. Globalisierung seien. Die klare Mehrheit ist davon überzeugt, dass der freie Handel mit anderen Ländern außerordentlich wichtig ist, so ein Resümee der Allensbach-Chefin Renate Köche in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche. Lediglich neun Prozent der Bundesbewohner sehen demnach durch die Globalisierung vorwiegend Nachteile. Vor drei Jahren waren 16 Prozent der Befragten dieser Ansicht. Köche begründet die damals höhere Ablehnung der Globalisierung vor allem durch Debatten um das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP.

Lt. der Umfrage seien 59 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass „die internationale Verzahnung von Märkten und Produktionsprozessen mehr Vorteile als Risiken nach sich zieht“, während in anderen Ländern die Zweifel zunähmen. Lediglich 10 Prozent hielten den Freihandel für deutsche Firmen nicht besonders wichtig oder gar unwichtig.

Eine zunehmende Globalisierung werde auch Spuren in der Gesellschaft hinterlassen und soziale Unterschiede verstärken. Davon seien lt. Allensbach-Umfrage 74 Prozent der Bundesbewohner überzeugt. Eine große Zahl (41 %) fürchtete um den Verlust der eigenen nationalen Kultur aufgrund von Migration und kultureller Vielfalt. Die Globalisierung gilt hierfür als eine antreibende Kraft.



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