Dienstag, den 19. Juni 2018

CIA bestätigt Trump: Waterboarding funktioniert

US-Verhörmethoden


Die vom US-Geheimndienst CIA angewandte Foltermethode des „Waterboardings“ könnte unter US-Präsidenten Donald Trump zurückkehren. Trump ließ sich von der CIA bestätigen, dass das simulierte Ertränken von Verdächtigen „absolut funktioniere“.

Trump zeigt sich offen zu Waterboarding

CIA-Folter

CIA setzt auf wahre Erkenntnisse durch Folter

Die von den US-Geheimdiensten angewandte Foltermethode „Waterboarding“ wurde vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama verboten. Allerdings erst nachdem diese „rudimentäre Behandlung“ von Gefangenen an die Öffentlichkeit geraten und international geächtet wurde.

Der US-Geheimdienst CIA unterhielt neben dem bekannten Gefangenenlager Guantanamo Bay (Kuba) noch weitere einst geheim gehaltene Lager, u.a. in Polen, Litauen, Rumänien, Thailand und Afghanistan, in denen das „Waterboarding“ gegen vermeintliche Terroristen angewandt wurde.

Offenbar ließ sich der neue US-Präsident Donald Trump die Einstellung des CIA zu Waterboarding neu erklären. In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender ABC News zeigte sich Trump zu dieser geächteten Verhörmethode durchaus offen. Nach eigenen Angaben fragte Trump beim Geheimdienst nach, ob die Foltermethode funktionierte und erhielt die Antwort: „Ja, absolut“.

Im Interview mit ABC News begründete Trump seine offene Einstellung zum simulierten Ertränken der Gefangenen wegen den „ungleich gespielten Regeln“. Die radikalen Gruppen schnitten den „Bürgen im Nahen Osten die Köpfe ab, weil diese Christen oder Moslems oder sonst was sind“, so Trump. „Wir haben etwas und wir dürfen nichts tun“. Wenn Extremistengruppen Gräueltaten an Christen und weiteren verüben, müssen wir „Feuer mit Feuer bekämpfen“.

Das Waterboarding war die von der CIA am meisten angewandte Methode aus verschiedenen Folteranwendungen im Rahmen der im August 2002 entwickelten „enhanced interrogation techniques“. Die Ermächtigung für das Festhalten und Vernehmen von Gefangenen erhielt der US-Auslandsgeheimdienst vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush bereits 6 Tage nach den Terroranschlägen am 11. September 2011.

Die Methode des Waterboardings wurde vom US-Justizminister Eric Holder Anfang März 2009 als Folter eingestuft. Der Verbot von Waterboarding änderte allerdings nichts an der Praxis der US-Geheimdienste, weltweit unter Terrorverdacht stehende Menschen einzusperren, ohne Anklage. Von den geheimen Operationen auf den Territorien anderer Länder mal ganz abgesehen. Barack Obama verbot zwar das Waterboarding, hielt aber das Versprechen, Guantanamo Bay zu schließen, nicht ein.

US-Präsident Donald Trump sagte dem CIA nach dem Treffen in deren Hauptquartier nur wenige Tage nach seiner Vereidigung die „volle Unterstützung“ zu.





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