Dienstag, den 20. November 2018

Bankenrettungen kosteten dem Steuerzahler rund 30 Mrd. €

Bankenkrise


Die im Jahr 2008 gestarteten Bankenrettungen zur Stabilisierung der Finanzmärkte kostete dem Steuerzahler bereits rund 30 Milliarden Euro.

Ein Ende der „Rettungen“ ist noch nicht in Sicht

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Steuerzahler kommt für Banken auf

Nachdem die in den USA ausgelöste Welle der drohenden Bankenpleiten auch die deutschen Institute im Bundesgebiet erreichte, stand die Bundesregierung schon kurze Zeit später mit Milliardenbeträgen in den Händen parat, um den wankenden privaten Unternehmen unter die Arme zu greifen. Unterm Strich stiftete der Bund für Rettungen und Abwicklungen bis zum Jahr 2017 rund 30 Milliarden EuroSpalier, so lt. Rheinische Post (Donnerstag) die Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Für das Management der Bankenrettungsaktion wurde im Jahr 2008 der Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) eingerichtet und in dessen Büchern steht demnach ein Minus von 21 Milliarden Euro.

Der zusätzliche vom FMS unabhängige Minusbetrag aus Hilfsmaßnahmen für die Industriebank (IKB) beläuft sich lt. Angabe des Finanzministeriums auf 9,3 Milliarden Euro. Ein Ende der Stabilisierungsmaßnahmen stehe noch nicht in Sicht und daher könne man auch noch keine Angaben über die endgültige Bilanz machen.

Zu den vom FMS „betreuten“ privaten Banken zählen die Aareal Bank, Hypo Real Estate (HRE) und die Commerzbank. Gestützt wurden neben den privaten Instituten auch Banken der öffentlichen hand, also Landesbanken. Bund und Länder teilen sich den FMS zu einem Verhältnis 65 zu 35, doch unterm Strich bleibt die Bankenrettung zur Finanzmarktstabilisierung stets eine Angelegenheit des Steuerzahlers.

So ganz nebenbei stellt der Steuerzahler auch noch den Bürgen für den Anteil des ESM mit einer Summe von knapp 190 Milliarden Euro.



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