Donnerstag, den 20. September 2018

Arbeitnehmerzahl in Industrie im 1. Halbjahr 2018 angestiegen

Konjunktur


Die Zahl der in der deutschen Industrie beschäftigten Arbeitnehmer ist im ersten Halbjahr 2018 auf rund 5,6 Millionen angestiegen.

Die meisten Arbeitnehmer sind im Dienstleistungssektor

Industrie

Mehr Beschäftigte in der Industrie

Zum Stand Ende Juni 2018 waren in der Industrie im Bundesgebiet rund 5,6 Millionen Menschen beschäftigt und damit 2,6 Prozent bzw. 144.000 mehr als nach dem ersten Halbjahr 2017. Ein neuer Höchstwert seit dem Start der statistischen Erfassung im Jahr 2005, so die Statistikbehörde Destatis am Mittwoch. Im ersten Halbjahr 2018 stiegen die Exporte des Verarbeitenden Gewerbes auf 663 Milliarden Euro, ein Plus um 4 Prozent. Destatis sieht in der global angestiegenen Nachfrage nach deutschen Produkten den hauptsächlichen Antrieb für diese Entwicklung in den ersten sechs Monaten.

Eine jeweils deutliche Zunahme der Beschäftigtenzahl verzeichneten die Branchen Maschinenbau (3,6 Prozent) und die Hersteller von Nahrungs- und Futtermitteln (3,2 Prozent). Der Zuwachs bei den Produzenten von Metallerzeugnissen betrug ebenfalls 3,2 Prozent. Die Sparten der Metallbearbeitung und -erzeugung sowie die Fahrzeugindustrie hatten jeweils einen Zuwachs von 1,5 Prozent.

Im Juni 2018 leisteten die Arbeitnehmer in der Industrie insg. 723 Millionen Arbeitsstunden (+5,7 Prozent gegenüber Juni 2017). Die Löhne bzw. Gehälter stiegen gleichzeitig um 4,6 Prozent an.

Die Anzahl der Erwerbstätigen im produzierenden Gewerbe ist hat sich nach einem beständigen Rückgang seit 1991 wieder stabilisiert, während die Anzahl der Beschäftigten in den Branchen Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei nach wie vor abnimmt. Bedeutende Zuwächse bei der Beschäftigtenzahl verzeichnet seit den frühen 1990ern die Dienstleistungsbranche. Inzwischen sind fast drei Viertel aller Arbeitnehmer im (unproduktiven) Dienstleistungssektor beschäftigt.




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