Dienstag, den 17. Oktober 2017

Forderung nach Zwang für Einbruchschutz an Gebäuden


Einbrüche -

Ginge es nach dem Kriminologischen Forschungsinstitut Hannover, sollten Hausbesitzer künftig dazu gezwungen werden, ihre Gebäude mit speziellem Einbruchschutz zu versehen.


Alte Holzfenster sind schwerer zu knacken als Kunststofffenster

Hausrat

Eigentümer sollen für Sicherheit verpflichtet werden

Wer sein Hab und Gut nicht ausreichend vor dem Zugriff Unbefugter schützen will, sollte eben dazu gezwungen werden. Das Kriminologische Forschungsinstitut (KFN) in Hannover schlägt eine staatliche Vorschrift zur Sicherung von Wohngebäuden vor und zwar flächendeckend. Fenster und Türen sollen mit mechanischen Sicherungen versehen werden, damit Einbrecher künftig nicht mehr so einfach in die Wohngebäude eindringen können. Diese Maßnahme sei ein wichtiger Bestandteil effektiver Prävention, so Gina Rosa Wollinger von KFN-Forschungsarbeit, die 30 verurteilte Einbrecher befragte. Vergleichbar mit einer Brandschutzverordnung fordert Wollinger eine Einbruchschutzverordnung, wie RP Online berichtete.

Die befragten Einbrecher bestätigten lt. KFN, dass um Häuser mit gesicherten Fenstern und Türen in der Regel ein großer Bogen gemacht bzw. der Einbruchversuch vorzeitig abgebrochen werde. Demnach seien Fenster und Türen mit Kunststoffumrahmungen besonders leicht aufzubrechen, ganz im Gegensatz zu den alten Fenstern mit Holzrahmen.

Geländeüberwachungen mit Überwachungskameras oder der Gebäudeschutz mit Alarmanlagen seien jedoch nur gering wirksame Mittel. Dies schrecke die Einbrecher nicht ab. Die meisten Täter kannten diese Techniken und ließen sich davon nicht beeindrucken. Die Qualität der eingesetzten Geräte seien schnell zu beurteilen und können leicht außer Kraft gesetzt werden.



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