Donnerstag, den 19. Oktober 2017

Wohngebäudeversicherer beendeten 2016 eine Durststrecke


Gebäudeversicherungen -

Die Wohngebäudeversicherer konnten nach eineinhalb Jahrzehnten wieder eine positive Jahresbilanz vorweisen. Im Jahr 2016 schrieben die Unternehmen ein moderates Plus.


Wenig Naturschäden in zweiter Jahreshälfte 2016

Wohnhaus

Nach 15 Jahren wieder ein Plus in den Bilanzen

Die 15-jährige Durststrecke der Wohngebäudeversicherer ist im Jahr 2016 vorübergehend unterbrochen worden. Erstmals seit eineinhalb Jahrzehnten schrieben die Gesellschaften in der Branche der Wohngebäudeversicherungen wieder schwarze Zahlen, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Dienstag. Nach aktuellen Geschäftszahlen lag die Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2016 bei 97 Prozent (im Jahr 2015: 101,4 %). Die Wohngebäudeversicherer nahmen 6,8 Milliarden Euro ein und gaben im gleichen Zeitraum 4,7 Milliarden Euro aus.

Ende Januar schätzte der GDV zur Jahrespressekonferenz Ende Januar eine Quote von 101 Prozent und ging damit von einem weiteren Minus-Jahr aus.

In der zweiten Jahreshälfte gab es in der Bundesrepublik kaum größere Naturkatastrophen mit hohen Versicherungsschäden, so der GDV. Dies sei der Hauptgrund für die letztendlich doch noch positive Jahresbilanz. "Die Wohngebäudeversicherer sind daher 2016 mit einem blauen Auge davon gekommen, denn trotz der heftigen Sommerunwetter vor allem im Süden und Westen Deutschlands war es aus Versicherungssicht ein unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr, so GDV-Geschäftsführer Bernhard Gause.

Die Versicherer in den Sparten Schaden- und Unfallversicherungen nahmen im Jahr 2016 nach voraussichtlichen Berechnungen mit 66,2 Milliarden Euro rund 2,8 Prozent höhere Beiträge ein. Die Leistungen stiegen gleichzeitig um ebenfalls 2,8 Prozent auf 49,5 Milliarden Euro an. Die gesamte Schaden-Kosten-Quote in diesen Versicherungssparten lag voraussichtlich bei 96 Prozent.

Endgültige Zahlen zur Geschäftsentwicklung bei der Lebensversicherung veröffentlicht der GDV am 27. März 2017.



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