Donnerstag, den 23. Februar 2012

Bürokratie der gesetzlichen Krankenkassen verschlingt Milliarden

01. Januar 2012 um 11:57 Uhr - Thema Krankenversicherung



Gesundheitswesen - Verwaltungskosten Krankenkassen -

Verwaltungskosten der gesetzlichen Krankenkassen viel höher als nötig

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Bürokratie der gesetzlichen Krankenkassen verschlingt Milliarden Summen. Vierfach höhere Bürokratiekosten bei den gesetzl. Krankenversicherern als in der Industrie. Enorme Einsparungen in Milliardenhöhe wären bei den Mitgliedsbeiträgen alleine durch Strukturverschlankung möglich.

Dass mit sog. öffentlichen Gelder meist etwas unbedachter als in der Privatwirtschaft umgegangen wird, hat sich in vielen Fällen bereits bestätigt. Deshalb sollte es eigentlich nicht verwundern, dass die Kosten für das Gesundheitswesen höher "als gedacht" sind. Viermal so hoch wie in der Industrie sind im Gesundheitswesen alleine die Verwaltungskosten. Das Handelsblatt (31.12.11) veröffentlichte Zahlen und Fakten zu den bürokratischen Abläufen bei den gesetzlichen Krankenversicherungen. Die Verwaltung verursachte 2010 rund 23 Prozent der gesamten Ausgaben. Anteilig zu den Gesamtausgaben in Höhe von 176 Milliarden Euro, betrug der finanzielle Aufwand für die Bürokratie 2010 rund 40 Milliarden Euro. Im Vergleich kommt die Industrie mit 6,1 Prozent finanziellen Verwaltungsaufwand aus.

Krankenkassenvergleich

Immense Verwaltungskosten
Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

Laut Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney könnte sich der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung auf 14,2 Prozent (statt 15,5 Prozent) senken lassen, wenn die Verwaltung lediglich schlankere Strukturen vorweisen würde. Die Bürokratie der gesetzlichen Vesicherer verläßt darüberhinaus die internen Strukturen und überträgt sich u.a. auf die Arztpraxen, Apotheken und Krankenhäuser. Die offziellen Verwaltungsausgaben sind mit 9,5 Milliarden Euro beziffert, dennoch kämen durch die übertragene Bürokratie weitere 18 Milliarden Euro hinzu. Als Kostentreiber zählen auch die auwändigen Abrechnungsverfahren bei niedergelassenen Ärzten, sowie der Aufwand für die einzubringenden Praxisgebühren. Ärzte in Krankenhäusern seien während der Gesamtarbeitszeit mit insg. 37 Prozent alleine durch Verwaltungsaufwaben beschäftigt.

Bisherige Gesundheitsreformen haben das Gesundheitswesen mit einer nicht mehr "angemessen beherrschbarer Komplexität" ausgeweitet. Alleine darin sehen die Berater ein Einsparpotenzial von 13 Milliarden Euro.




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