Donnerstag, den 19. Oktober 2017

EU-Kommission verpennt EU-Norm – Es droht Handy-Verkaufsstopp


EU -

Die EU-Kommission hat offenbar die rechtzeitige Festlegung einer neuen EU-Norm für funktaugliche Elektrogeräte verschlafen. Ab Mitte 2017 droht der Verkaufsstopp u.a. von Smartphones und Navi-Geräte


Schaffung neuer EU-Norm schlicht verpennt

Büroschlaf

EU: Dinge wie aus Steuergeldern finanzierte
Bezüge regeln sich wie von selbst


Für die Festlegung der EU-Tauglichkeit von Waren kümmert man sich in Brüssel um den die maximale Leistung von Staubsaugern und vermeintlich auch um Länge sowie Krümmungsradius von Bananen. Derart akribisch geregelte Angelegenheiten nehmen viel Zeit in Anspruch und dabei kann schon mal das Eine oder Andere in den Hintergrund geraten.

So landete offenbar die Aufgabe für die Definition einer neuen bzw. fortzusetzende EU-Norm für elektronische Geräte beim Papierstapel ganz unten. Im Juni 2017 läuft eine bereits existierende EU-Norm für technische Standards aus und die EU-Kommission hat es völlig verschwitzt, zeitgerecht eine neue Norm aufzustellen, wie Welt berichtete.

Ohne eine "verbindlich" eingehaltene EU-Norm, sofern man Regelungen innerhalb der EU als verbindlich bezeichnen kann (z.B. Bail-In), dürfen die Geräte der Hersteller nicht in den Verkaufsregalen landen. Betroffen von der Mitte 2017 ablaufenden EU-Norm sind vor allem Endgeräte wie Smartphones und Navis.

Ältere Produkte dürften demnach innerhalb der EU nicht mehr verkauft werden und neu entwickelte Geräte könnten gar nicht erst an den Start gehen.

Scheinbar haben die zuständigen EU-Belegschaften ausgiebig geschlafen, denn die zeitliche Verzögerung umfasst rund 12 Monate. Das Mandat für die Normung sei lt. Welt viel zu spät an die Normierungsbehörde ETSI eingereicht worden.

Die Hersteller dürften ihre funktauglichen Geräte nach Ablauf der EU-Norm nicht mehr verkaufen.

Wahrlich eine sehr effektive Methode, das BIP in der Europäischen Union zu beeinflussen, wenn gleich eine ganze Industriesparte vom Markt ausgesperrt wird.



Bild: CC0 1.0 Universell

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