Freitag, den 10. Februar 2012

Informationen zum Tagesgeld – Konditionen und Sicherheiten


Flexibler und Ertragsreicher als ein Sparbuch - Das Tagesgeldkonto


Das "gute alte Sparbuch" spielt im direkten Vergleich der erreichbaren Zinssätze zum Tagesgeldkonto nur noch eine untergeordnete Rolle. Schon seit geraumer Zeit wird die Tagesgeldeinlage vom Privatanleger als attraktive Sparmaßnahme genutzt und ist nicht mehr ausschließlich in den Händen der zahlreichen großen "Finance-Player" und kann auch dem sog. "kleinen Sparer" hohe Gewinne einbringen.
Die Banken und Kreditinstitute sind schon längst in diesen Trend mit eingestiegen und bieten dem Privatanleger Tagesgeldkonten mit durchaus attraktiven Konditionen an. Fast schon Standard ist die Kombination kostenloses Girokonto mit angegliedertem Tagesgeldkonto. Besonders komfortabel ist ein Gehaltskonto als normales Girokonto mit einem monatlichen Dauerauftrag zur Überweisung eines bestimmten Geldbetrages auf das Tagesgeldkonto der gleichen Bank.

Der Tagesgeldzinssatz ist weit höher als das herkömmliche Sparbuch oder das ggf. verzinste Guthaben auf dem klassischem Girokonto. Das Tagesgeld kann Zinssätze von 4% p.a. oder mehr erreichen. Dabei ist der aktuelle Tagesgeld-Zinssatz stark an den Leitzins EZB gekoppelt. Werden die Leitzinsen gesenkt, fallen in der Regel auch die Zinsen des Tagesgeldkontos, im umgekehrten Fall geben die Banken den höheren Zinssatz meist auch an den Anleger weiter.
Der Zinssatz wird nicht selten für einen bestimmten Maximalbetrag als Tagesgeldeinlage festgelegt. Ein höherer Geldbetrag wird in der Regel mit einer etwas niedrigeren Rate verzinst.

Die Verzinsung des Tagesgeldkontos

Sehr viele Anbieter eines Tagesgeldkontos verlangen keine Mindesteinlage und verzinsen Ihr Guthaben schon ab dem ersten Euro. Ein direkter Vergleich der Tagesgeldkonten ergibt zwar auf dem ersten Blick den aktuellen Zinssatz einer Bank, aber ein nicht zu unterschätzender Effekt kann der Zeitraum innerhalb der Verzinsungen bedeuten. Je kürzer der Zeitraum für eine Zinsgutschrift ist, desto mehr steigt der Effekt der Zinseszinsen. Dies bedeutet ein höherer Effektivzins als eine jährliche Zinsgutschrift.
Eine quartalsweise oder sogar monatliche Zinsgutschrift für die Tagesgeldeinlagen ist somit von Vorteil für den Effektivzins und wirkt sich unmittelbar auf die Renditen aus.

Aufmerksam sollte auch auf die bisherige Entwicklung und die Stabilität des Zinssatzes geachtet werden. Die Schwankungen der globalen Finanzlage müssen sich nicht unbedingt auf den Zinssatz des Tagesgeldkontos auswirken, obwohle es aber in der Regel weitergegeben wird. Die vergangenen Tagesgeldzinsen einer Bank zeigen deutlich die Dauerhaftigkeit und Stabilität der Zinssätze. Geringe Schwankungen sind durchaus üblich. Allerdings hat die allgemeine Finanzkrise 2008/2009 und die Senkung der Leitzinsen durch die EZB gezeigt, welche Bank relativ stabil im Bezug der schwankenden Tagesgeldzinsen ist. So manche Tagesgeldbank bewies grosse Standhaftigkeit und eine solide finanzielle Grundlage.
Der laufende Zinssatz blieb nach dem "großen Crash" zumindest eine ganze Zeit lang unberührt.

Die Einlagensicherung eines Tagesgeldkontos - Sicherheiten

Gerade nach dem "großen Finanz- und Bankencrash" gegen Ende 2008 ist das Thema Einlagensicherung, bzw. Einlagensicherheit heiß diskutiert worden. So mancher Anleger der sein Vermögen an Depots und Aktien legte, wurde schwer zu Ader gelassen und musste teilweise erhebliche finanzielle Verluste beklagen. Dies betraf vor allem eine große Anzahl von "kleinen" Privatanlegern die in weiten Bereichen über die Risiken der bestehenden Geldanlage ahnungslos waren.
Die Einlagensicherung ist somit ein sehr wichtiges Kriterium zu einem Tagesgeld-Anbieter. In Deutschland ansässige Banken unterliegen dem deutschen Gesetzgeber, bzw. europäische Banken sind den Vorgaben der europäischen Gesetzgebung gebunden. Die Mindestabsicherung ist seit Jahresbeginn 2011 EU-weit bis zu einer Höhe von 100.000,- Euro erweitert worden. In der Regel sind deutsche Banken zusätzlich an einem Fonds angeschlossen. Der Bundesverband deutscher Banken ist ein solcher Fond, an dem die unterschiedlichen Banken und Kreditinstitute angehörig sind. Dieser Sicherungs-Fond stellt in der Regel die 100%-ige Absicherung einer Tagesgeldeinlage sicher. Somit sind die Geldeinlagen und Ersparnisse auch bei Konkurs abgesichert.

Zum Tagesgeldkonto gehört auch der Freistellungsauftrag zu den Kapitalgewinnen aus Ihren Geldeinlagen. Die Bank ist dazu verpflichtet die Zinsgewinne ansonsten zum vorgegebenen Steuersatz an das Finanzamt abzuführen. Ein entsprechender Freistellungsauftrag ist bei jeder Bank obligatorisch. Sollten mehrere Tagesgeldkonten gleichzeitig existieren, dann ist für jedes einzelne Tagesgeldkonto ein entsprechender Freistellungsantrag gefordert.

Zinsen und Erträge der unterschiedlichen Tagesgeldkonten vergleichen

Das Tagesgeldkonto stellt eine sichere Möglichkeit dar, das Kapital zu vermehren und in Verbindung mit einem Girokonto eine bequeme und lukrative Sparmaßnahme zu realisieren. Eine kostenlose Kontoführung gehört schon fast zur Selbstverständlichkeit. Darüber hinaus können bei einem Tagesgeldvergleich die zusätzlichen Service-Leistungen, ggf. Bonus-Verzinsung und andere individuelle Vorteils-Angebote einer Bank gegenüber gestellt werden. Je nach Höhe der Einlagen und den gewünschten Extras kann die eine oder andere Tagesgeldbank die Vorteilhaftere sein.



Kapital-Themen Thema Geld und Sparen   - Vergleich Tagesgeldbanken und aktuelle Zinssätze




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