Dienstag, den 17. Oktober 2017

Umgang mit Geld: Bundesbürgern fehlt glückliches Händchen


Geld & Konsum -

Der Umgang mit Geld will gelernt sein. Bei den Themen Sparen und Konsum verfügen offenbar nur die wenigsten über ein angeborenes "glückliches Händchen". Chancen werden oft nicht genutzt.


Unbekümmert zu alternative Sparanlagen

Finanzprodukte

Niedrigzinsen scheinen kaum zu stören

Die Bundesbürger mögen in vielen Belangen ein "glückliches Händchen" haben, aber in Sachen Sparen und Geld Ausgeben scheint sogar der "grüne Daumen" zu fehlen. Die Zinsen sind im Keller und werden es nach den Vorstellungen der Europäischen Zentralbank (EZB) auch für eine noch nicht absehbare Zeit bleiben. Dennoch legt ein Viertel der Bundesbürger überschüssiges Geld einfach auf das Sparbuch oder Girokonto, ohne sich nach einer alternativen Sparform umzusehen. Das ergab eine von Gothaer beauftragte forsa-Studie im Rahmen der Serie "Größte Sünden 2016" beim Thema Geld.

Demnach gaben 24 Prozent der Befragten an, übrig gebliebenes Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Von denen, die sich dennoch um eine alternative Sparanlage kümmerten, setzten 9 Prozent auf eine einzige Anlagenklasse, statt das Kapital über unterschiedliche Klassen zu streuen. 4 Prozent mussten bei Aktiengeschäften einen Verlust hinnehmen.

Neben den "Sünden beim Sparen" gibt es zum Thema Geld auch den Bereich "Sünden beim Ausgeben". An diesem Punkt "haperte" es bei 28 Prozent der Befragten. Sie gaben zu, die Möglichkeiten von Einsparungen nicht genutzt zu haben. Für 26 Prozent reichte das verfügbare Geld nicht aus und sie überzogen das Girokonto. Für 3 Prozent ist der aufgenommene Ratenkredit wohl zu teuer geraten.

Auf langfristige Sicht unternahmen 13 Prozent zu wenig Anstrengungen für die Altersvorsorge. Bei der Altersgruppe zwischen 18 und 29 Jahren lag der Anteil sogar bei 22 Prozent.

"Nachher ist man immer schlauer". Insgesamt mussten 36 Prozent der befragten Personen eingestehen, doch etwas zu viel Geld ausgegeben zu haben. Dabei lagen die Frauen anteilig mit 38 Prozent den Männer um eine Nasenlänge voraus (33 %).



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Bild: CC0 1.0 Universell

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