Montag, den 28. Mai 2018

Mehrheit der Bundesbüger hält an Bargeld fest


Bundesbank Studie -

Die deutliche Mehrheit der Bundesbürger will am Bargeld festhalten. Bargeldabschaffung bedeutete persönliche Einschränkung sowie Probleme für bestimmte Bevölkerungsgruppen.


Fast alle Bundesbewohner lehnen Bargeldabschaffung ab

Vermögensaufbau

Bargeld bleibt weiterhin Favorit

Nach wie vor zahlen die Bewohner des Bundesgebietes ihre Einkäufe am liebsten mit Bargeld. Laut der am Mittwoch veröffentlichten Bundesbank-Studie "Zahlungsverhalten Deutschland 2017" ist Bargeld weiterhin das "beliebteste Zahlungsmittel".

Zwar nehme die bargeldlose Bezahlung im Bundesgebiet zu, aber die durchschnittliche mitgetragene Bargeldsumme betrage laut Studie 107 Euro. Rund 6 Euro trugen die Bundesbewohner in Form von Münzen mit sich. Seit der ersten Untersuchung im Jahr 2008 hat sich lt. Bundesbank nicht viel daran geändert. Damals betrug die durchschnittlich im Geldbeutel mitgetragene Bargeldsumme 118 Euro, davon 7 Euro in Münzen.


Kleinbeträge werden fast immer in Bar bezahlt

Rund Dreiviertel (74 %) der Konsumenten zahlten im Jahr 2017 für ihre Einkäufe mit Münzen oder Scheinen. Gegenüber der vorherigen Studie im Jahr 2014 sank die Barzahler-Quote um 5 Prozentpunkte. Kleinbeträge bis 5 Euro wurden zu einem Anteil von 96 Prozent in Bargeld ausgeglichen. Beträge bis 50 Euro wurden ebenfalls mehrheitlich mit Münzen und Scheinen bezahlt. Eine Plastikkarte fand bei 19 Prozent der Einkäufe Anwendung.


Ablehnung Bargeldabschaffung ist sehr groß

Die Bundesbewohner sprechen sich mehrheitlich gegen eine Abschaffung von Bargeld aus. Weiterhin wollen 88 Prozent der von der Bundesbank befragten Konsumenten an Bargeld festhalten. Fast alle (96 %) Befragten befürchteten Probleme beim bargeldlosen Bezahlen für einige Bevölkerungsgruppen, u.a. für ältere Menschen. Als ein gewichtiger Vorteil von Bargeld werde die Anonaymität beim Bezahlen gewertet. Darüber hinaus schätzten die Befragten die bessere Kontrolle über die getätigten Ausgaben. Rund 80 Prozent der Konsumenten setzen die Bargeldabschaffung mit persönlicher Einschränkung gleich.



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