Dienstag, den 16. Januar 2018

Bitcoin: Bundesbank warnt vor Crypto-Währung


Virtuelle Währung -

Bundesbank-Vorstandsmitglied Thiele warnt vor der Verwendung der Crypto-Währung Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel. Die Preisentwicklung berge hohe Risiken.


Crypto-Währung ist sehr schwankungsanfällig

Bitcoins

Crypto-Währung beliebt im Internet

Die Crypto-Währung Bitcoin bietet große Chancen, aber mindestens ebenso große Risiken. Von einer stabilen Preisentwicklung kann nicht die Rede sein. "Der Bitcoin ist ein Spekulationsobjekt, dessen Wert sich rapide verändert", so Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele im Gespräch mit Welt am Sonntag. Der Bitcoin sei daher kein geeignetes Mittel, um Werte aufzubewahren. Der Blick auf die Kursentwicklung zeige einen sehr schwankungsanfälligen Preis. An den Finanzmärkten und im Internet sei der Bitcoin sehr beliebt. Mit der Crypto-Währung handelte es sich um ein Tauschmittel, das nicht von einer Notenbank herausgegeben wird, "sondern von nicht bekannten Akteuren", so Thiele.

Jeder Interessent sollte die Entwicklung des Bitcoin-Kurses betrachten. "Wer dann noch meint, der Bitcoin wäre so sicher wie der Euro oder der Dollar, muss dafür die Verantwortung tragen". Das gelte vor allem für die Bürger, die ihr Erspartes in Bitcoin anlegen wollen.

Das Bundesbank-Vorstandsmitglied sprach eine Warnung davor aus, den Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel zu verwenden. Dennoch treffe die Bundesbank für die Bürger keine Anlagenentscheidungen. Für einen Verbot der Crypto-Währung sieht Thiele keinen Anlass. Nach wie vor sei die virtuelle Währung ein Nischenprodukt. In der Bundesrepublik werden jeden Tag 77 Millionen Überweisungen, Kartenzahlungen und Lastschriften getätigt, so Thiele. Für die Crypto-Währung fielen täglich lediglich 350.000 Transaktionen an. Er wies aber auf das Verbot der Geldwäsche mithilfe von Bitcoins hin.

Anfang Januar 2014 warnte die Bundesbank bereits vor den unsicheren Preisentwicklungen des Bitcoins.



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