Donnerstag, den 23. November 2017

Rentner erreichen nicht 60-80% ihres letzten Einkommens


Altersversorgung -

Rentner benötigten idealerweise eine Altersversorgung in Höhe von bis zu 80 Prozent ihres letzten Netto-Einkommens. Der Chef der Allianz bescheinigt allerdings eine Rentenhöhe im Bereich von 35 bis 40 Prozent. Die Bundesbürger sparten zu wenig für ihre Rente.


Dilemma: Wenig Nettolohnerhöhung und niedrige Zinsen

Pflegerisiko

Auf Arbeitnehmer wartet eine ärmliche Zukunft

Für die Rentner der Zukunft werde es nicht rosig aussehen, wenn die Arbeitnehmer von heute so wenig für die Altersvorsorge zurücklegen wie bisher. Manfred Knof, Chef des Versicherungskonzerns Allianz, hält eine Rentenhöhe zwischen 60 und 80 Prozent des letzten Nettoeinkommens für ideal. Aktuell verfügten die Bundesbürger jedoch nur über 35 bis 40 Prozent, so Knof im Gespräch mit RP-Online.

Der Allianz-Chef bestätigt, dass die Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren einen geringen Nettolohnzuwachs hatten. Anstatt ihr Erspartes in die Altersvorsorge zu investieren, warteten viele aufgrund der niedrigen Zinsen lieber ab.

Die dauerhafte Niedrigzinsphase sei auch ausschlaggebend für das langsame Verschwinden der klassischen Kapital-Lebensversicherung vom Versicherungsmarkt. Garantierte Zinsen für eine Altersvorsorge sterben langsam aus, so Knof. Die Allianz habe noch solche Produkte parat, aber "der Kunde kauft sie so gut wie nicht mehr". Inzwischen sei der Anteil der klassischen Rentenversicherung auf einen Marktanteil von weniger als 10 Prozent gesunken. In der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) fiel der Anteil auf weniger als ein Viertel.



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