Samstag, den 25. Februar 2017

Rentenangleich für Mitte 2024 beschlossen


Rente -

Die Rentner in den alten und neuen Bundesländern werden ab Mitte 2024 erstmals auf gleiche Höhe gestellt. Das Bundeskabinett beschloss den Abschluss der Rentenangleichung rund 35 Jahre nach der Einheit.


Rentenangleichung und verbesserte Erwerbsminderungsrente

Generation

BILDTEXT

Das Bundeskabinett beschloss die nächste Rentenreform. Mit dem Absegnen zweier Gesetzesentwürfe wurde für das Jahr 2025 eine erstmalig einheitliche Rente zwischen den alten und neuen Bundesländern sowie höhere Bezüge in der Erwerbsminderungsrente beschlossen.

Gerade mal 35 Jahre werden nach der sog. Wiedervereinigung verstrichen sein, bis die Bundesbürger in den neuen Bundesländern die gleiche Rente erhalten wie die Bewohner der alten Bundesländer. Bis dahin will die Bundesregierung noch sieben Schritte unternehmen. Im ersten Schritt soll ab dem 01. Juli 2018 der derzeitige Rentenwert (neue Bundesländer) auf 95,8 Prozent des Wertes der alten Bundesländer angehoben werden. In den jeweiligen anschließenden Jahren sollen weitere Schritte mit je 0,7 Prozentpunkten folgen. Zum 01. Juli 2024 wäre damit der angeglichene Rentenwert mit 100 Prozent erreicht.

Das im Jahr 2014 beschlossene Rentenpaket enthielt zur Verbesserung der Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos eine Anpassung der fiktiven Lebensarbeitszeit. Wer z.B. ab dem 45. Lebensjahr aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilweise oder gar nicht mehr erwerbsfähig ist, wird derzeit so gestellt, als wenn er bis zum 62. Lebensjahr mit dem bis zur Erwerbsminderung erzielten durchschnittlichen Einkommens gearbeitet hätte. Diese dazugerechnete Zeit wurde im Jahr 2014 von 60 auf 62 Jahre angehoben. Mit dem jüngsten Beschluss folgt eine weitere schrittweise Erhöhung um drei Jahre auf das Alter von 65 Jahren. Der erste Schritt der Anhebung wird im Jahr 2018 eingeleitet und wird im Jahr 2024 abgeschlossen sein.

Beide Gesetze sollen in ihren maßgeblichen Teilen zum 1. Januar 2018 in Kraft treten und bedürfen nicht der Zustimmung des Bundesrates.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Hauptursache Erwerbsminderung: Psychische Erkrankungen
Hauptursache Erwerbsminderung: Psychische Erkrankungen

Erwerbsfähigkeit - Psychische Erkrankungen waren im Jahr 2015 die klar Hauptursache für den Anspruch von Rentenzahlungen wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Frauen waren... 

Regierungskoalition einigt sich auf Rentenangleichung ab 2025
Regierungskoalition einigt sich auf Rentenangleichung ab 2025

Renten - Die Regierungskoalition hat sich darauf geeinigt, die Rentenhöhen in den neuen und alten Bundesländern erst ab dem Jahr 2025 anzugleichen. Rentner in neuen... 

Höhe Erwerbsminderungsrente im Jahr 2015 angestiegen
Höhe Erwerbsminderungsrente im Jahr 2015 angestiegen

Rentenbezüge - Die Höhe der Erwerbsminderungsrente ist im Jahr 2015 um gut 40 Euro angestiegen. Im Schnitt lag die Höhe der Rentenbezüge bei 672 Euro. Der Anstieg vermeidet... 

Bild: CC0 1.0 Universell
Berufsunfähigkeitsversicherung: Worauf Kunden achten sollten
Berufsunfähigkeitsversicherung: Worauf Kunden achten sollten

Berufsunfähigkeit - Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist ein sehr komplexes Thema und nicht leicht zu durchblicken. Dennoch gibt es ein paar einfache Dinge, worauf... 

Bild: CC0 1.0 Universell

  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Menschen werden älter und fitter
Menschen werden älter und fitter

Altersvorsorge - Die Menschen in der Bundesrepublik werden nicht nur älter, sondern bleiben auch körperlich länger fit und aktiv. Das Durchschnittsalter in den Fitness-Studios... 

Warum Rentenniveau in BRD so niedrig ist
Warum Rentenniveau in BRD so niedrig ist

Rentenkrise - Das Rentenniveau in der Bundesrepublik ist deutlich niedriger als in Österreich, trotz längerer Arbeitszeit und höheren Löhnen während der Beschäftigungszeit.... 

Trumps „positive“ 70 Jahre als US-Präsident
Trumps „positive“ 70 Jahre als US-Präsident

Renteneintritt - Donald Trump wird mit fortgeschrittenen 70 Jahren US-Präsident. Das hohe Alter wird vom GDV als Merkmal einer sich verändernden Gesellschaft zur Abwechslung... 

Ein lupenreiner Lobbyist über die Lebensarbeitszeit
Ein lupenreiner Lobbyist über die Lebensarbeitszeit

Lobbyismus - An der Anhebung der Lebensarbeitszeit wird man angesichts der demografischen Entwicklung nicht vorbeikommen, so die These der Arbeitgeber-nahen Institute und Lobbyisten.... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)