Samstag, den 21. Oktober 2017

Immer mehr Rentner müssen Steuern zahlen


Altersvorsorge -

Immer mehr Rentner müssen für ihre Rentenbezüge Steuern bezahlen. Jenes Einkommen, welches während des versteuerten Erwerbseinkommens zusätzlich vom Gehalt abgezogen wurde und "nachgelagert" ebenfalls versteuert wird. Ein Konstrukt von SPD und Grüne.


Nachgelagerte Rentenbesteuerung trifft immer mehr Rentner

Generation

Steuer für sinkende Rente steigt weiter an

Die Rentenbezüge werden planmäßig schrittweise mehr und mehr besteuert. Immer mehr Rentner müssen für die gemäß des fallenden Rentenniveaus immer geringeren Rentenzahlungen anteilig mehr Steuern bezahlen.

Im Jahr 2012 waren bereits 5,94 Millionen Menschen mit Rentenbezügen steuerpflichtig, so BILD (Samstag) unter Berufung auf Angaben des Bundesfinanzministeriums. Im Jahr 2004 waren es rund 3,7 Millionen steuerpflichtige Rentner. Ab 2005 trat die von Rot-Grün neu geregelte Rentenbesteuerung in Kraft und seitdem stieg die Anzahl der steuerpflichtigen Rentner bis 2012 um 58 Prozent an.

Im Jahr 2012 zahlten die Steuerpflichtigen lt. BILD im Schnitt 4.567 Euro an die Finanzagentur. Die Höhe der jährlichen Steuerbelastung wird voraussichtlich weiter ansteigen, auf jeden Fall aber die Anzahl der Steuerpflichtigen, da für die neuen Rentner immer größere Anteile der Rente steuerpflichtig werden.

So galt für die Neu-Rentner im Jahr 2016 ein Anteil von 72 Prozent der zu versteuernden Rentenbezüge. Für Alleinstehende galt lt. der Zeitung die Steuerpflicht bereits ab 1.175 Euro Rente. Die sog. Eckrente für den Durchschnittsverdienst aus 45 Jahren Erwerbstätigkeit beträgt seit Mitte des letzten Jahres 1.370 Euro. Somit trifft es bereits jeden Rentner, der im "Idealfall" die 45 Jahre steuer- und sozialabgabepflichtigen Erwerbsjahre mindestens erfüllte.

Somit wird das Einkommen während der Erwerbsjahre versteuert und die zusätzlichen Abzüge u.a. für die spätere Rente werden "nachgelagert" ebenfalls versteuert.



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