Montag, den 24. Juli 2017

Zwei italienische Großbanken sind geschäftsunfähig


Bankenkrise -

Italien könnte in Kürze zwei Großbanken weniger zählen. Die Europäische Zentralbank erklärte zwei Geldhäuser als geschäftsunfähig. Bluten dürfen wieder einmal die Steuerzahler.


Italiens Regierung will Gläubiger schützen

Banken

Bankenkrise wieder auf Kosten der Steuerzahler

Die Bankenkrise in der Eurozone nimmt seinen Lauf. Zwei Großbanken Italiens könnten in Kürze von der Bildfläche verschwinden, natürlich mit einem erheblichen Kostenanteil der Steuerzahler.

Veneto Banca und Banco Popolare di Vecenza sind von der Europäischen Zentralbank (EZB) als nicht mehr geschäftsfähig erklärt worden. Beide Bankenhäuser konnten die EZB-Richtlinien bisher nicht erfüllen und auch nicht überzeugend darstellen, wie dies in naher Zukunft gelingen soll.

Beide Kreditinstitute seien nicht in der Lage, die jeweils angesammelten Berge aus faulen Krediten abzutragen. Das angeforderte Mindestkapital konnten weder Veneto Banca, noch Banco Popolare di Vecenza aufweisen.

Nun steht eine Abwicklung der beiden italienischen Banken nach dem Konkursrecht Italiens bevor.

Entgegen dem in der Eurozone eigentlich geltenden Regelung des "Bail-In-Verfahrens", bei dem Anteilseigner und Gläubiger auf ihre Anteile bzw. Forderungen erstrangig verzichten müssten, genehmigte Brüssel der italienischen Regierung eine Abwicklung zu Lasten der Steuerzahler. Gläubiger ersten Ranges werden geschützt.

Rom sorgte bereits für die ebenfalls angeschlagene Traditionsbank Monte dei Paschi di Siena mit der Einrichtung eines aus Steuermitteln finanzierten Rettungsfonds im Rahmen von 20 Milliarden Euro für kommende Banken-Rettungen vor.



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