Samstag, den 21. Oktober 2017

Zombie-Unternehmen von EZB-Geldpolitik abhängig


Buro-Krise -

Sollte die Europäische Zentralbank ihre ultralockere Geldpolitik einstellen, sind vor allem die stark belasteten Unternehmen vor dem Zusammenbruch gefährdet. Zombie-Firmn gehören inzwischen zum Alltagsbild innerhalb der EU-Wirtschaft.


Zombie-Unternehmen werden zuerst kippen

Ruin

Mehr untote Firmn als bisher gedacht

Das Krebsgeschwür Geldschöpfung aus dem Nichts in Form von Krediten und die dafür verlangten Zinsen (und Zinseszinsen) greifen in jegliche wirtschaftliche Struktur, die sich an diesem System beteiligt. So stehen die Banken bei den Medien an vorderster Front, wenn es um das Thema Grundkapitalausstattung und angehäufte faule Kredite geht. Immerhin bilden die privaten Kreditinstitute die Wiege des exorbitant ansteigenden Schulden.

Zu hohe Schulden und Zinsbelastungen betreffen immer mehr Unternehmen. So seien bereits neun Prozent der größten börsennotierten Firmen in Europa sogenannte Zombieunternehmen. "Untote in der Firmenwelt", die lediglich durch die ultralockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) am Leben gehalten werden.

Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts, erklärte der Welt am Sonntag besorgt: "Das Problem der Zombie-Unternehmen und -Banken ist immer noch garvierend. Vor allem in Griechenland, Italien und Portugal ist der Anteil der faulen Krediten in den Bankbilanzen noch immer viel zu hoch".

Sobald die extreme geldpolitische Unterstützung durch die EZB endet, sind vor allem hochverschuldete und unprofitable Firmen bedroht, bei denen die Gewichtung zwischen Gewinne und Zinsaufwand bei weniger als Eins liegt. Diesen Unternehmen drohe der Zusammenbruch.

Zu einer brenzligen Situation komme es vor allem dann, wenn die Inflationsrate stärker als bisher ansteige und das Mandat der EZB mit den Unternehmungen in Konflikt gerate, hoch verschuldete Länder und Banken nicht zu sehr zu belasten. Das eigentlich einzige Mandat der EZB bestehe in der Wahrung der Stabilität des Euros.



GD Star Rating
loading...
  Relevante Berichte zum Thema - Das könnte Sie interessieren

Sparer mussten 436 Mrd. € entgangene Zinseinnahmen hinnehmen
Sparer mussten 436 Mrd. € entgangene Zinseinnahmen hinnehmen

Eurokrise - Die deutschen Sparer verzichteten bisher unfreiwillig auf rund 436 Milliarden Euro Zinseinnahmen in den Jahren 2010 bis 2017. Pro Bundesbewohner sind das im Schnitt... 

Griechenlands Wirtschaft schrumpfte im 1. Quartal 2017
Griechenlands Wirtschaft schrumpfte im 1. Quartal 2017

Griechenlandkrise - Griechenlands Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal 2017 zum zweiten Mal in Folge und rutschte somit in eine Rezession ab. Bisherige Reformpakete führten... 

Griechenlands Wirtschaft ist im Jahr 2016 geschrumpft
Griechenlands Wirtschaft ist im Jahr 2016 geschrumpft

Griechenlandkrise - Die Wirtschaft Griechenlands schrumpfte im Jahr 2016 um "nur" 0,05 Prozent. Eine Erfolgsmeldung. Die Prognosen gingen von 0,5 Prozent aus. Im letzten Quartal... 

2016 noch immer 6,5 Mrd. Euro in D-Mark im Umlauf
2016 noch immer 6,5 Mrd. Euro in D-Mark im Umlauf

Währungen - Noch immer sind D-Mark -Scheine und -Münzen im Wert von rund 6,5 Milliarden Euro im Umlauf. Die Einheiten der bisherigen Währung können nach wie vor umgetauscht... 


  Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf
Fed weicht Kriterien für Zinsanhebung auf

US-Konjunktur - Die US-Notenbank Federal Reserve weicht die selbst gesetzten Kritieren für eine weitere Zinsanhebung auf. Nachdem der Währungshüter keine Erklärung für... 

Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen
Zwangsabgabe finanziert Traumgehälter bei Öffentlich-Rechtlichen

Zwangsgelder - Traumgehälter bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Derlei hohe Einkommen sorgen offenbar für die erwünschte Linientreue besonders in der Abteilung... 

DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich
DIW hält starke Zuwanderung für dringend erforderlich

Arbeitsmarkt - Die verstärkte Zuwanderung von Menschen in die Bundesrepublik werde nicht nur Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt haben, sondern sei lt. DIW sogar dringend... 

2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität
2. Quartal 2017: Rekord-Beschäftigtenzahl – Geringe Qualität

Konjunktur - Erneut stieg die Zahl der Beschäftigten auf ein neues Rekordhoch. Im zweiten Quartal stieg die Erwerbstätigenzahl auf mehr als 44 Millionen Menschen. Über die... 

Ihre Meinung zählt! - Ein paar Zeilen von Ihnen sind uns sehr viel wert.

Wenn Sie zum Thema gerne etwas ergänzen wollen, inhaltliche Fehler entdecken oder völlig anderer Meinung sind: Kurze Sätze sind ebenso willkommen wie "halbe Romane".
Bitte die Netiquette beachten (Regeln)